Antoniuskapelle vor 10 Jahren erbaut
Symbol für erfülltes Leben

Die Antoniuskapelle ist seit zehn Jahren eine Bereicherung für die Pfarrei Eslarn. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
30.12.2016
60
0

(gz) Seit zehn Jahren steht die Antoniuskapelle in der Nähe des Atzmannsees. Klara und Adalbert Lang haben das Kirchlein 2006 aus Dankbarkeit für das glückliche und erfüllte Familienleben erbaut. Der bereits verstorbene Möbelhausinhaber bereicherte mit dem Sakralbau seine Heimat, in der es viele Kapellen gibt.

Die ältesten sind die um 1900 erbaute Bühlkapelle und die Friedhofskapelle, die bereits vorher existierte, durch Brände in Mitleidenschaft gezogen und 1922 wieder aufgebaut wurde. Das Kirchlein am Büchelberg existiert seit 1935 und am Goldberg seit 1975. Auch die Kapelle in Bruckhof soll bereits 1866 vorhanden gewesen sein und wurde 1982 neu aufgebaut. Die seit 1903 bestehende Kapelle in Thomasgschieß wurde 1983 erneuert. Zu den jüngsten Sakralbauten gehören die 1988 errichtete Kapelle am Steinboß, die Kapelle in Kreuth und die Kapelle im Wohnheim "K & S Lebenswelten".

Jüngstes Gotteshaus

Das jüngste Gotteshaus, die Antoniuskapelle, entstand 2006. Die Idee zum Bau keimte bei Klara und Adalbert Lang bereits Jahre zuvor. Der versierte Schreinermeister, der in Eslarn mit zäher Schaffenskraft 1930 die von seinem Vater Adam Lang gegründete Bau- und Möbelschreiner zu einem großen Einrichtungshaus ausbaute, fertigte aus wasserfesten Sperrholz zahlreiche Pläne und Schablonen, änderte und probierte, bis er endlich den Firmen einen Entwurf vorlegen konnte. Wichtig für die Familie war, überwiegend Betriebe in der Region mit dem Bau zu beauftragen. Für den Holzaltar hatte Adalbert Lang 2000 Stunden aufgewendet.

Schwerer Schutzheiliger

Das Kirchlein macht mit der gelbleuchtenden, weißgestreiften Außenfassade mit dem roten Ziegeldach und dem kupferfarbenen Zwiebelturm bereits aus der Ferne auf sich aufmerksam. Aber auch die 80 Kilogramm schwere Glocke, die mit einem Kran in den Glockenturm gehievt wurde, erinnert täglich um 6 und 21 Uhr ans Morgen- und Abendgebet. Für die pünktlichen Klänge sorgt ein Magnetantrieb und nicht wie bei vielen anderen Kapellen eine Steuerkette. Über der massiven Eichentür, die von einem zwei Tonnen schweren Steinbogen umgeben wird, wacht ein 130 Kilogramm schwerer Antonius aus Stein. Der Schutzheilige wurde aus Eibenholz in Südtirol angefertigt und stellt den Mittelpunkt in der Kapelle dar.

An seiner Seite wachen am Altar die knapp über 80 Zentimeter hohen Heiligenfiguren Maria und Rita, die mit dem Mauerwerk fest verankert sind. Neben dem Eingang befinden sich nicht zuletzt eine Jesusfigur und der heilige Florian.

Das Kreuz am Altar stammt aus Oberammergau und erhielt bei einer Pilgerfahrt in Rom den Segen von Papst Benedikt XVI. "Der Papst war lediglich einige Meter von uns entfernt", schwärmten Klara und Adalbert Lang damals. Die Weihe der Kapelle und des Altars erfolgte durch den damaligen Bischof Dr. Gerhard-Ludwig Müller im Beisein von 400 Gästen. Drei Jahre nach der Fertigstellung seines Lebenswerkes starb Adalbert Lang am 4. Dezember 2009 im Alter von 72 Jahren.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.