29.08.2017 - 17:02 Uhr
EslarnOberpfalz

Barthlmarkt in Eslarn Dreschmaschine als Bierfass

Der Barthlmarkt lockt bei freiem Eintritt und Sommerwetter viele Besucher nach Eslarn. 40 Verkaufsstände sorgen für eine große Auswahl. Zudem gibt es eine ungewöhnliche Maschine zu bewundern.

Auf der Dreschmaschine verarbeitet Josef Füssl oben Stroh und unten schenkt Bürgermeister Reiner Gäbl ein kühles Bier aus.
von Karl ZieglerProfil

Egal ob sich die Gäste auf die Suche nach Dekorationsartikeln für Haus und Garten, nach Schmuck oder bunten Stoffen machten, der Markt erfüllte mit seinem breitgefächerten Angebot fast jeden Wunsch. An der ungewöhnlichen "Bierfass Dreschmaschine" schenkte Bürgermeister Reiner Gäbl Zoigl aus und eröffnete den Markt um das "Biererlebnis Kommunbrauhaus".

Das Treiben begann mit einem musikalischen Frühschoppen mit dem Trio "Die Z's". Später spielte die "Zoiglblos'n" echte, handgemachte und Oberpfälzer Blasmusik. An der Bierschenke übernahmen die Gemeindemitarbeiter die Versorgung mit Rebhuhnzoigl. Für Rollbraten, Flammkuchen und Grillwaren sorgten die SPD und die Kegler. "Wir haben rund sechs Hektoliter ausgeschenkt", berichtete zweiter Bürgermeister Georg Zierer am Abend.

Einen Vorgeschmack auf die flüssige Kost gab es an einer Dreschmaschine aus den Jahren um 1950 von Josef Frischholz. Der technisch versierte Gemeindemitarbeiter Josef Füssl hatte das Gerät wieder flott gemacht, baute eine kleine "Pipeline" von einem Bierfass zu einem Zapfhahn und versorgte die Gäste aus dem Schmuckstück mit Getränken. "Nach den Verschönerungsarbeiten musste sich der Marder einen anderen Wohnsitz suchen", erklärte Füssl.

Reichlich Bier floss auch im "Breiergarten" beim Schützenverein 1884, der mittags Kesselfleisch servierte. Für die Unterhaltung sorgten die Frauensteiner Musikanten. Brauer Josef Bauriedl gab Einblicke in die Braukunst.

Damit nach einem ausgiebigen Bummel über den Markt auch niemand hungrig blieb, priesen zahlreiche Stände die unterschiedlichsten Produkte an. Aus Waidhaus reichten die Jäger Wild und der Eslarner Fischereiverein bot gegrillte Fische, "fritierte Karpfenscheuten" und Zanderfilets an. Am Probierstand des Imkervereins gab es Bienenprodukte zum Kosten. Bei Maria Gollwitzer konnten die Gäste mit dem Kauf von Kücheln, Tüchern und Heidegestecke die Aktion "Wurzel der Liebe" unterstützen.

Ganztags boten der Frauenbund eine große Auswahl an Kirwakuchen und Torten, der TSV Backwaren sowie die "Hubertus"-Schützen verschiedene Getränke, eine Böllerausstellung und ein Armbrustschießen. Während es sich die Mütter und Väter an den Bierbänken bequem machten, fanden die Kinder am Streichelzoo vom Kleintierzuchtverein Pfrentsch, beim Kinderschminken und Haarsträhnenziehen bei den Feuerwehr-Festdamen Kurzweil. Ein Höhepunkt waren die Vorführungen der BRK-Hundestaffel mit verschiedenen Hunderassen, die kein Hindernis abschreckten und vermisste Personen aufspürten.

Eine starke Darbietung zeigten die deutsch-tschechischen "Line-Dancers" aus Eslarn und Belá nad Radbuzou. Seit vier Jahren tanzen die Frauen und Männer choreografiert zur Countrymusik im Kreis und in Linien vor- und nebeneinander. Selbst Bürgermeister Libor Picka von der tschechischen Patengemeinde Belá schwärmte über das Markttreiben.

Eine Reise in die Vergangenheit boten mit schmucken historischen Karossen auf zwei und vier Rädern die Oldtimerliebhaber Mario und Florian Schottenhaml. Das älteste Fahrzeug bei den 18 Traktoren war ein Fendt F 28 mit 28 PS (Baujahr 1952) von Franz Kaas aus Waidhaus. Sehenswert war unter den 6 Zweiradfahrzeugen ein NSU-Quickly (Baujahr 1956) mit 1,4 PS von Patrick Hopfner.

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