28.03.2018 - 17:34 Uhr
Eslarn

Biererlebnis Kommunbrauhaus rechnet sich gute Chancen für "Goldene Bieridee 2018" aus Hoffnung auf Bier-Trophäe

Eslarn könnte einen Spitzenpreis bekommen. Für ein ganz besonderes Erlebnis, mit dem die Grenzlandgemeinde bayernweit punkten will. Es geht um eine heimische Spezialität.

Bürgermeister Reiner Gäbl, zweiter Bürgermeister Georg Zierer junior, Kommunbraumeister Georg Zierer senior und Auszubildender Daniel Biermeier (von links) sind zuversichtlich, dass Eslarn Anfang Mai Gewinner der "Goldenen Bieridee" sein wird. Bild: buc
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Im Idealfall fährt Bürgermeister Reiner Gäbl Anfang Mai zur Krönungsgala der Bayerischen Bierkönigin nach München. Bei dieser Festveranstaltung des Bayerischen Brauerbundes auf der Theresienhöhe werden auch die Gewinner der "Goldenen Bieridee" bekanntgegeben. Für diese Bier-Trophäe hat sich Eslarn mit seinem "Biererlebnis Kommunbrauhaus" beworben.

Mit jedem Tag, an dem keine Absage im Briefkasten oder Mailpostfach eingeht, steigen die Chancen, dass die Bewerbung erfolgreich ist. Geschäftsführer Walter König vom Brauerbund gibt sich bis zur Preisvergabe verschlossen. "Wir veröffentlichen die Gewinner erst an dem Festabend."

Man konkurriere bei dem Wettbewerb bayernweit, übt sich Gäbl noch in Bescheidenheit. Bier und Brauereien erlebten einen Boom, spricht der Rathauschef von großer Konkurrenz. "Aber wenn ich sehe, was wir hier in den letzten Jahren geleistet haben, bin ich optimistisch."

Die seit 1999 zusammen mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband vergebene Ehrung würdigt besondere Verdienste um die Präsentation der bayerischen Brauwirtschaft und ihrer Erzeugnisse. "Sie soll Brauern, Gastronomen und Freunden des bayerischen Bieres Ansporn sein, sich selbst um attraktive, originelle und moderne Formen der Darstellung des traditionsreichen bayerischen Wirtschaftszweiges und seiner zahlreichen Spezialitäten zu bemühen", schreibt der Brauerbund. Die Richtlinien scheinen punktgenau auf Eslarn zugeschrieben zu sein.

Dort verbindet man die lebendige Tradition des Kommunbrauwesens mit der in die Zukunft gerichteten Möglichkeit von Genuss, Wissensvermittlung und Kultur des Zoigls durch das "Biererlebnis Kommunbrauhaus". Die Biertradition werde in Eslarn "fühlbar, sehbar und gelebt". In der von Azubi Daniel Biermeier erstellten Präsentation zur Bewerbung punktet der Markt darüber hinaus damit, dass man nicht nur ein leerstehendes Lagerhaus und ein Brauhaus zusammengefasst habe, sondern auch den wohl ältesten aktiven Brauer habe. Georg Zierer senior zählt mittlerweile über 90 Lenze und verfügt über 67 Jahre Berufserfahrung. "Das Eslarner Bier hat es möglich gemacht, dass diese Jahrhunderte alte Tradition für die Zukunft in einzigartiger Weise gesichert ist mit dem 'Biererlebnis Kommunbrauhaus'", heißt es in der Vorstellung.

Das Museum in dem Gebäude überwindet Sprachbarrieren, da die Informationen auch ins Tschechische übersetzt sind. Die Braustätte steht zudem unter Denkmalschutz. Innovativ und traditionell gleichermaßen sei darüber hinaus die Verwendung alter Getreidesorten für den Rebhuhnzoigl.

Preisträger

In den Vorjahren erhielten die Goldene Bieridee Maisel's Bier-Erlebnis-Welt für das Gastronomiekonzept "Liebesbier, aus Liebe zum Bier", der Tourismusverband Neumarkt für die Schmankerlwochen "Bierküchen - Gebrautes liebt Gekochtes" und Dr. Johannes Lang für die Entdeckung des "Reichenhaller Reinheitsgebots von 1493". In früheren Jahren waren Preisträger beispielsweise die Stadt Spalt für das "HopfenBierGut-Museum", Kurt Adler, Alex Fella und Ludwig Müller für die Wiederbelebung des ehemaligen Kommunbrauhauses Junkersdorf, die Stadt Bamberg für ihre Bierschmeckertouren sowie die Biermösl Blosn und der Tourismusverband Ostbayern für die Kampagne "Bier und Barock". (ui)

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