Einmündung der Moosbacher Straße in den Neusiedlerweg
Zaun zum 18. Mal kaputt

Die Anlieger am Neusiedlerweg in Eslarn beklagen den mittlerweile 18. Sachschaden am Zaun. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
26.03.2018
1139
0

Ein Gartenzaun am Neusiedlerweg in Eslarn scheint eine Anlaufstelle der etwas anderen Art zu sein. 18 Mal ist er mittlerweile angefahren worden. Trotz intensiver Ermittlungen hat die Polizei den Unfallflüchtigen bis heute nicht ermittelt.

Da der Unbekannte auch Verkehrszeichen beschädigte, versprach die Gemeinde, den Geschädigten bei der Schadensregulierung zu unterstützen. Vorausgesetzt, der Verursacher wird nicht ermittelt oder meldet sich nicht. Der Schaden an dem Holzzaun eines Privatanwesens an der Einmündung der Moosbacher Straße in den Neusiedlerweg hat sich bereits am späten Dienstagnachmittag des 27. Februar ereignet. Nach dem Schadensbild müsste es sich wie in den überwiegenden 17 Fällen um ein größeres Fahrzeug handeln.

"Der Verursacher hat sich leider bis heute nicht gemeldet", erklärte die Anliegerin auf Anfrage. So muss der Eigentümer den Schaden von rund 1000 Euro wie in den zurückliegenden Fällen vermutlich aus eigener Tasche zahlen. Nur einige Unfallverursacher hatten sich in der Vergangenheit gemeldet. Einen Schaden an Verkehrsschildern hatte wiederholt auch die Marktgemeinde zu beklagen. Die steten Unfallschäden an der Gartenmauer mit der hölzernen Umzäunung stehen bereits seit Jahren im Marktrat zur Diskussion. Zur Beseitigung des Unfallschwerpunkts wurde am 17. Dezember 2015 nach einem Ortstermin ein Halteverbot als Lösung vorgeschlagen, jedoch wieder verworfen. Auch der Bauausschuss entschied sich am 23. Februar 2016 für eine bauliche Maßnahme, um den Warenverkehr zur gegenüberliegenden Firma zu erleichtern und weitere Schäden zu vermeiden.

Mehrheitlich waren die Gemeinderäte damals der Ansicht, dass durch ein Schild das Problem in keiner Weise verbessert und damit nur die Geschädigten eingeschränkt werden. Überraschend entschied sich der Marktrat am 8. September 2016 für ein eingeschränktes Halteverbot. Zudem sollte der Rangierverkehr der Lastwagen zur gegenüberliegenden Firma erleichtert werden.

Da die betroffene Familie ihre Fahrzeuge wegen des Halteverbots nicht mehr auf der Straße direkt an ihrem Grundstück parken durften, zeigte die anliegende Firma Entgegenkommen und genehmigte das Abstellen auf dem angrenzenden Betriebsgelände. Nach einer schriftlichen Zusicherung soll die Anordnung des Parkverbots nur eine vorübergehende und keine endgültige Lösung sein. Die Diskussionen über die 18 Unfallschäden an einem Zaun gehen jetzt sicherlich durch die missglückte Testphase weiter.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.