12.02.2018 - 20:00 Uhr
Eslarn

Eslarner Faschingsumzüge finden seit Jahrzehnten enormen Anklang Tour mit Tradition

Die Faschingsumzüge in Eslarn fanden früher wie heute unter der Bevölkerung enormen Anklang. Nach dem Krieg und so auch am Rosenmontag 1952 waren es vor allem Männer, die den Brauch pflegten und sich auf den Straßen und in den Lokalen zeigten. Einige Jahrzehnte später war Frauenpower allgegenwärtig.

Am Rosenmontag 1952 stand Musiker Max Schmidt (sitzend, vorne links) mit zahlreichen Hobbymusikern und Anhängern im Rampenlicht. Mit Gewehr und Spazierstock erinnerte Wolfgang Lindner (sitzend, Dritter von links) an den staatlichen Oberförster Suter. Repro: gz
von Karl ZieglerProfil

An dem besagten Rosenmontag 1952 machten sich einige Männer mit einer Gruppe von Musikern und Freunden des Frohsinns von der Gaststätte "Wienerhof" zum Rathaus auf dem Weg. Der 40-jährige Max Schmidt, der im Volksmund "Preßl-Max" genannt wurde, spielte mit seiner Musikgruppe und weiteren Hobbymusikern kräftig auf. Der Trompeter Schmidt soll von den Hobbymusikern Hans Reindl (Rappen), Ernst Schmid (Faisldammer), Willi Kleber (Koiserl), Hans Grötsch (Binnerl), Xaver Lindner (Kutterer), Peter Schmidt (Faisl), Hans Meier (Faber), Peter Fürtsch (Zacherl), Johann Bösl (Planer), Josef Forster (Knocherer), Wilhelm Singer (Durl), Josef Sachs und Friedrich Ziegler begleitet worden sein.

Nach einigen musikalischen Darbietungen im "Wienerhof" machte sich die Gruppe erneut durch die Heimatgemeinde auf dem Weg. In den Mittelpunkt der lustigen Gesellschaft stellte sich Wolfgang Lindner (Kutterer-Wulf) mit Gewehr und Spazierstock. Mit der Verkleidung erinnerte die närrische Gemeinschaft an den damaligen staatlichen Oberförster Franz Suter vom Schloßberg. Nach der "schweißtreibenden" Tour ließen es die Männer im Stammlokal Wienerhof allmählich ausklingen.

Die Tradition der Faschingsumzüge halten bis heute verschiedene Gruppierungen aufrecht und finden am "Nasch'n Pfinsta" (Donnerstag) mit dem "Asgrom" und am "Nasch'n Irda" (Dienstag) ihre Höhepunkte. Da in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Wirte ihre Wirtsstuben endgültig geschlossen und einige in der närrischen Zeit nicht geöffnet hatten, gab es für das Narrenvolk mit den beiden Banken nur sieben Anlaufstellen.

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