23.08.2017 - 12:30 Uhr
EslarnOberpfalz

Feldtag in Eslarn Ackern was das alte Zeug hält

Stefan Schaller siegt beim Wettackern mit Einscharpflügen mit seinem 63 Jahre alten Traktor Eicher. Nostalgie kommt beim Feldtag der Feuerwehr vor allem durch den Waidhauser Bernhard Zenk mit seinem Pferdegespann und einem Einschar-Wendepflug auf.

Allein die Reifen des zwei Jahre alten Deutz-Fahr 7250 mit sieben Scharen von Thomas Kleber waren größer als der 63 Jahre alte Eicher mit dem Einscharpflug von Stefan Schaller. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

Das Wettackern auf einem angrenzenden Feld direkt bei der Firma Landtechnik Distner im Gewerbegebiet verfolgten über 300 Besucher. Die Feuerwehr ließ die Geschichte der Landwirtschaft nach dem Motto "So wai's fraier wor und wais heit is" lebendig werden.

Die Besitzer betagter Zugmaschinen unternahmen mit alten und zeitgemäßen Arbeitsgeräten eine Zeitreise durch die fortschreitende Entwicklung und Technik. Dabei erinnerten sich die älteren Gäste an frühere Erlebnisse und die jüngeren staunten über die Unterschiede zwischen den großen und kleinen Zugmaschinen.

Beim Umbrechen der obersten Bodenschichten schlugen sich die älteren Zugmaschinen mit Ein- bis Dreipflugscharen recht wacker, wobei die neuzeitigen Geräte mit bis zu sechs Paarpflügen zügig übers Feld fegten.

Einen Pokal mit dem Emblem eines Traktors zur Erinnerung an den Feldtag gab es für die besten Zeiten und tadellose Ackerfurchen. Der Gewinner des Ackerwettbewerbs mit einem Einscharpflug war Stefan Schaller aus Eslarn, der stolzer Besitzer eines alten Eichers ED 1612 mit Luftkühlung aus dem Jahre 1954 ist. Den zweiten Platz belegte Karl Kleber mit einem Deutz (Baujahr 1967). Dritter wurde Michael Brenner mit einem Eicher aus dem Jahr 1965.

Beim Ackern mit Zweischarpflügen ließ sich Christoph Grießl mit seinem Fendt (Baujahr 1971) den Sieg nicht nehmen. Auf dem zweiten Platz landete Martin Distner mit seinem MAN (1960) und auf dem dritten Rang Christoph Demleitner mit seinem Güldner (1965).

Spannend war das Dreischarpflügen, das Daniel Pemsl mit seinem Fendt (1966) für sich entschied. Dahinter folgte Christian Günter aus Waidhaus mit einem Fendt Favorit 3 (1966). Den Pokal als Drittbester erhielt Michael Häring mit einem Deutz-Fahr Agrokid 230 (2000).

Ein krasses Gegenstück zu den Oldies war der erst 2015 zugelassene Deutz-Fahr 7250 TTV Warrior von Thomas Kleber. Die Zugmaschine fegte mit seinem 7 Paar-Scharer mit 250 Pferdestärken übers Feld und zeigte seine Stärken.

Zu dem "Titanen" gesellte sich das einzige Pferdegespann von Bernhard Zenk aus Waidhaus. Die beiden Kaltblüter "Nero" mit 7 und "Luis" mit 11 Jahren trabten mit einem Einschar-Wendepflug gemütlich vor dem Pflugführer Max Mack aus Waidhaus über den Acker.

Die beiden Zugpferde gehorchten trotz ihrer mächtigen Körperstatur aufgrund ihres ruhigen Temperaments ihrem Pflugführer aufs Wort und weckten Erinnerungen an die "gute alte Zeit". Nach der Pokalverleihung war auf dem Betriebsgelände von Landtechnik Distner ein gemütliches Beisammensein angesagt.

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