11.03.2018 - 20:00 Uhr
Eslarn

Gemeinde stellt für den Wegebau das Material und die Jagdgenossen übernehmen den Einbau Diskussion um Wegebau

Die Gemeinde zahlt den Jagdgenossen das Material für den Wegebau. Diese kommen für Lohn und Maschinen auf. Zu diesem Thema gibt es allerdings noch Klärungsbedarf.

Die von der Flurbereinigung vorgenommenen Anpflanzungen sollen zugeschnitten werden und als Buschwerk dem Niederwild dienlich sein. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

Die von Landwirten an die Jagdgenossenschaft Eslarn für den Wegebau übertragene zweckgebundene Spende in Höhe von 2000 Euro wird in Sprit und Leihgebühren benötigter Maschinen investiert. Nicht einverstanden waren die Jagdgenossen mit der Auszahlung von 2000 Euro an die Gemeinde für bereits erledigte Wegebaumaßnahmen.

"Dieser Wegebau war zwischen Gemeinde und Jagdgenossenschaft nicht abgesprochen und es lag auch kein Beschluss über eine Auszahlung vor", sagte Jagdvorsteher Karl Grießl. Zudem waren einige Jagdgenossen mit den ausgeführten Arbeiten an den Wegen nicht zufrieden. Laut Grießl wurden die 2000 Euro vor zwei Jahren für Wildschäden an betroffene Landwirte ausbezahlt, die jedoch die Summe zweckgebunden für Reparaturen an beschädigten Flurwegen an die Jagdgenossenschaft zurückgespendet hatten.

Kassenprüfer Anton Schmid bat bis zur nächsten Jagdversammlung festzustellen, wer für Erhalt und Reparatur der Flur- und Waldwege grundsätzlich zuständig ist. Gleichzeitig regte Jagdpächter und Jagdgenosse Eduard Forster an, für den Wegebau vorerst keine weiteren Auszahlungen aus der Kasse der Jagdgenossenschaft vorzunehmen. Die Jagdgenossen beschlossen, das Geld in der Kasse zu belassen und dann später für den Einsatz von Maschinen für die Instandsetzung von Wegen zu verwenden.

Der Rathauschef informierte, dass laut Marktratsbeschluss vom 6. Februar die Gemeinde nur noch das Material für den Wegebau zur Verfügung stellen werde. Die Arbeit selbst müssten Jagdgenossenschaft oder Anlieger eigenständig übernehmen. In dem Zusammenhang einigten sich die beiden Landwirte und Spender Thomas und Wolfgang Kleber, die bereitgestellten Maschinen selbst zu bedienen, um Lohnkosten zu vermeiden. "Für die Genossenschaft fallen damit nur Kosten für Sprit oder Leihgebühren für die Maschinen an", erklärte Grießl. Mit dem Vorschlag zeigten sich die anwesenden Jagdgenossen einverstanden.

Grießl berichtete, dass die Wildschäden 2016 bereits im Frühjahr 2017 zu aller Zufriedenheit beseitigt und die aktuellen Schäden teilweise erledigt seien. "Einige Jagdgenossen haben auf eine Schadensmeldung und andere auf die Auszahlung eines Wildschadens verzichtet." Wegen der afrikanischen Schweinepest werden sogenannte Saufänge aufgestellt, informierte Forstamtsrat Rudolf Stadler. Die Vorgaben im Abschussplan bei Rehen konnten die Jagdpächter Michael und Eduard Forster im Jagdbogen A erfüllen. Die Jäger erlegten zudem 23 Wildschweine, 3 Stück Rotwild und 10 Wildenten. Der Jagdpächter Michael Forster, gleichzeitig Forstamtmann beim Forstbetrieb dankte den Landwirten für die sehr gute Zusammenarbeit und die einvernehmliche Regelung der Wildschäden.

Er bat die Gemeinde um das Zurückschneiden einiger hochgewachsener Bäume, die von der Flurbereinigung angepflanzt wurden. Die dadurch nachwachsenden dichten Büsche bieten Niederwild wie Rebhühnern vor Greifvögeln idealen Unterschlupf. Der Abschussplan für den Jagdbogen B konnte laut Jagdpächter Rudolf Grundler dagegen nicht ganz erfüllt werden. Die gesamte Jagdbeute betrug 15 Wildschweine, 4 Rehe, 3 Füchse und 1 Dachs.

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