02.07.2017 - 20:00 Uhr
EslarnOberpfalz

Gemeinde und Feuerwehr verteilen kostenlose Rauchmelder an Familien Dem Rauchgas zuvorkommen

(gz) "Die Übergabe von Rauchmeldern an Familien mit Kleinkindern hat bereits Tradition", stellte Bürgermeister Reiner Gäbl im Rathaussaal fest. In die Reihen der Markträte mit Jugendbeauftragter Laura Roth mischten sich Feuerwehrkommandant Josef Kleber, Stellvertreter Christian Wild und der zweite Vorsitzende Stefan Schönberger vom Feuerwehrverein.

Gemeinde und Feuerwehr verteilten an die Familien mit Kleinkindern lebensrettende Rauchmelder. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

Mit der Übergabe der kostenlosen Rauchmelder sollte laut Gäbl das Bewusstsein der Eltern geschärft und auf die besondere Gefahr für Kleinkinder hingewiesen werden. Die Handhabung und Wichtigkeit der Rauchmelder erklärte anhand einer Power-Point-Präsentation zweiter Kommandant Christian Wild. "Die meisten Auslöser für einen Brand sind defekte Elektrogeräte, aber auch zündelnde Kinder." Tests hätten ergeben, dass ein Teelicht auf einer Matratze nach wenigen Minuten einen Brand auslösen und das Feuer bereits nach vier Minuten auf das gesamte Zimmer übergreifen kann. Ein Mythos sei laut Wild die Aussage, dass bei einem Brand noch 10 Minuten Zeit wären oder die Hitze jemanden aus dem Schlaf wecken würde.

"Die lautlosen, besonders gefährlichen Rauchgase sind aber schneller als Feuer." Die Rauchvergiftung ist eine verbreitete Todesursache bei Wohnungsbränden und da nachts auch der Geruchssinn sozusagen "schläft" verunglücken rund 70 Prozent der Brandopfer am Abend. In Deutschland sterben 95 Prozent der Brandtoten an den Folgen einer Rauchvergiftung durch die geruchlosen Gase Kohlenstoffmonoxid und Kohlenstoffdioxid, von denen bereits wenige Lungenfüllungen tödlich sind. "Deshalb können besonders Rauchwarnmelder bei einem Feuer während der Schlafphase mögliche Opfer warnen."

Abschließend erläuterte Wild die Funktion eines Rauchmelders, nannte Stellen in der Wohnung, wo ein Melder angebracht sein sollte, und schilderte das Verhalten bei Feuer. Ein Rauchmelder ist für alle Neubauten seit 2013 Pflicht und bei Bestandsbauten gilt eine Übergangsfrist bis 31. Dezember 2017.

Demnach ist mindestens ein Rauchmelder in jedem Kinder- und Schlafzimmer, sowie jedem Flur, der zu Aufenthaltsräumen führt, erforderlich. "Lieber einen mehr als einen zu wenig installieren", rät zweiter Kommandant Christian Wild von der Eslarner Feuerwehr. Abschließend wies er noch auf das 150-jährige Feuerwehrjubiläum vom 6. bis 8. Juli 2018 hin.

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