06.03.2018 - 20:00 Uhr
Eslarn

Gmeinsriether Jagdgenossen erlegen mehr Wildschweine Schonzeit vorbei

In der Versammlung der Jagdgenossenschaft Gmeinsrieth in der Zoiglstum "Zum Strehern" wies Jagdpächter Hans Hanauer die 20 Teilnehmer auf den erfüllten Abschussplan beim Rehwild hin. "Ein Reh fiel dem Straßenverkehr zum Opfer und eines wurde von einem anderen Tier gerissen." Zudem wurden 12 Füchse und 26 Wildschweine (8 mehr als im Vorjahr) erlegt.

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hob die Schonzeit für Wildschweine auf. Jagdpächter Hans Hanauer erlegte im Vorjahr insgesamt 26 Wildschweine. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

Ein Rekord für den Jagdpächter und seine Mitbegeher waren seit der Pachtübernahme 80 geschossene Wildsauen. Der Pächter informierte über größere Schweinerotten mit bis zu 20 Tieren, die durchs Revier ziehen. Die Schäden in den Wiesen werden je nach Wetter vom Jagdpächter baldmöglichst eingeebnet. In den Grasflächen suchen die Wildschweine zur Eiweißaufnahme Engerlinge.

"Zum Schutz der Rehkitze bitte ich die Landwirte vor dem ersten Wiesenschnitt um Mitteilung, damit ich den Rehnachwuchs rechtzeitig aus der Wiese entfernen kann", sagte der Jagdpächter. Jagdvorsteher Georg Hanauer bestätigte eine gute Zusammenarbeit mit dem Jagdpächter, den Landwirten und Jagdgenossen und wies auf die erfolgreiche Reduzierung der Wildschäden hin. "Das Verbissgutachten wird in den nächsten Wochen erstellt und wer daran teilnehmen möchte, kann sich bei mir melden." Das vorbildliche Miteinander beim Wegebau hob Bürgermeister Reiner Gäbl hervor. Alle Maßnahmen seien zwischen Jagdvorstand und Bauhofleiter Anton Hochwart abgestimmt und durchgeführt worden. Laut Rathauschef stelle der Markt künftig das gesamte Material für den Wegebau zur Verfügung. Die Kosten für den Einbau müssen die Jagdgenossen oder Anlieger tragen.

Da die Schweinepest bereits hinter Prag festgestellt worden sei und sich durch den Transitverkehr schnell weiter in Richtung Westen verbreiten könne, wurde die Schonzeit für Sauen aufgehoben. Zur weiteren Reduzierung des Bestands werden mit ausgebildeten Hunden und Treibern zudem revierübergreifende Drückjagden anberaumt. "Die Schonzeit gilt nur noch für führende Bachen", sagte Rudolf Stadler aus Schönsee, Revierleiter des Forstbetriebs Flossenbürg. Auch Fangeinrichtungen sollen das Schwarzwildaufkommen und die damit verbundenen Probleme mindern.

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