06.07.2017 - 20:00 Uhr
EslarnOberpfalz

Heimatverein "Eisendorf und Umgebung" plant Generalsanierung des kleines Gotteshauses Neue Glocke und Turm für Kapelle

(gz) Vorsitzender Waldemar Hansl hatte beim Treffen des Heimatvereins "Eisendorf und Umgebung" eine Überraschung für die Mitglieder parat. "Die Glockengießerei in Passau hat auf Initiative von Pfarrer Erwin Bauer, der mit dem Seniorchef der Gießerei in Verbindung steht, für die Kapelle eine Glocke gestiftet", verriet er in der Jahreshauptversammlung im Café Karl den 25 Teilnehmern.

Der Heimatpfarrer Monsignore Gerhard Hettler aus Passau zelebrierte im Beisein ehemaliger Bewohner der böhmischen Dörfer in und um Eisendorf sowie einiger Gäste den Gedenkgottesdienst. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

Der Seniorchef der Grießerei ist auch Heimatvertriebener und könne den Verlust der Heimat nachfühlen. Der Vorsitzende schlug im Einvernehmen mit dem Ehren-Ortsbetreuer Josef Hoffmann und den Mitgliedern den Aufbau eines Glockenturms auf die Kapelle sowie in dem Zusammenhang eine Generalsanierung des kleines Gotteshauses vor.

"Außerdem sind die Dachschindeln marode und eine Dachrinne fehlt", schilderte Hoffmann. Hansl bekam von den Mitgliedern den Auftrag, mit der Marktgemeinde als Eigentümerin Gespräche zu führen. Die Glocke soll von einer Abordnung in Passau abgeholt und 2018 anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Heimatvereins eventuell in Anwesenheit eines Bischofs aus Regensburg oder Pilsen eingeweiht werden.

Bereits eine lange Tradition haben die Gedenkgottesdienste am ersten Julisonntag an der Waldkapelle "Maria Heimsuchung". Zur Wiedersehensfeier am kleinen Gotteshaus trafen sich um Heimatpfarrer Monsignore Gerhard Hettler aus Passau rund 60 Gäste. Bei herrlichem Sommerwetter begrüßte Hansl auch eine Fahnenabordnung des Krieger- und Soldatenvereins sowie einige Musiker der Schlossberger, die die Messe mit der Schuberth-Messe begleiteten.

Der Geistliche wies auf die vielen Krisenherde sowie Gewaltherrschaften im 21. Jahrhundert hin und prangerte die Scheinheiligkeit der diktatorischen Machthaber an, die die wahren Bedürfnisse der Menschen missachten und sich mit vorgeschobenen Unwahrheiten in den Mittelpunkt stellen. Am Nachmittag stand am Ehrenmal im tschechischen Zelezna (ehemals Eisendorf) ein Totengedenken und ein Besuch des großen Kreuzes am "Steinock" auf dem Programm. Den musikalischen Teil übernahm Helmut Moll mit seiner Quetschen. Mit gemütlichen Stunden beim Waldkapellenfest der Familie Kaiser an der Tillyschanz endete das Treffen.

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