Neuwahlen beim Bauernverband
Schwere Geburt bei Landfrauen

Zweiter Bürgermeister Georg Zierer (rechts) und BBV-Ortsobmann Karl Grießl (links) sowie Petra Klinger dankten der wiedergewählten Ortsbäuerin Sieglinde Reindl der neuen Stellvertreterin Sieglinde Frischholz-Wazl (vorne, von rechts) sowie den Beisitzerinnen Agnes Dobmeier, Maria Kleber und Maria Zimmermann (hinten, von links) für die Übernahme der Ehrenämter. Bild: gz
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Eslarn
04.12.2016
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Die Wahlen bei den BBV-Landfrauen ziehen sich hin, viel Überzeugungsarbeit ist nötig. Ortsbäuerin Sieglinde Reindl macht es noch einmal. In fünf Jahren ist allerdings Schluss.

(gz) Die Landfrauen bestimmten in der "Zoiglstum" Reindl erneut zur Ortsbäuerin. Neue Stellvertreterin ist Sieglinde Frischholz-Wazl. Beisitzerinnen sind Agnes Dobmeier, Maria Kleber aus Roßtränk und Maria Zimmermann aus Thomasgschieß. Nicht mehr zur Wahl angetreten waren Stellvertreterin Anneliese Kleber und Beisitzerin Christa Bösl.

Bewährte und neue Kräfte

Mit bewährten und neuen Kräften führt Reindl die Landfrauen aus Eslarn in die kommenden fünf Jahre. Die Neuwahlen waren jedoch eine schwere Geburt, die Tännesbergerin Petra Klinger hatte kein leichtes Amt. Nur mit Zureden und aufmunternden Worten waren die Gewählten zur Übernahme der Ehrenämter bereit. Selbst Ortsbäuerin Reindl versuchte vergeblich, ihr Amt in jüngere Hände zu legen. "Ich mache es noch einmal 5 Jahre, aber nach 20 Jahren ist endgültig Schluss."

Nach der Wiederwahl bat sie um kräftige Unterstützung. "Allein schaffe ich das nicht, sondern nur mit kräftiger Mitarbeit aller Landfrauen." Trotz der immer schwieriger werdenden Rahmenbedingungen hatten die Damen gute und erfolgreiche Vereinsarbeit geleistet. Laut Klinger werde es immer schwieriger ehrenamtliche Mitarbeiterinnen zu finden.

Dank für Engagement

Sie informierte anschließend über die Landfrauenarbeit im BBV und die Angebote des Bildungswerks. Da es immer noch Kinder gebe, die nicht wissen wie eine Kuh aussieht, sollten die Ortsverbände sogenannte Kindertage organisieren und vermehrt Hofbesichtigungen anbieten. "Dadurch wachse auch das Interesse an der Landwirtschaft", fügte Klinger an. Im Namen der Marktgemeinde gratulierte zweiter Bürgermeister Georg Zierer allen zur Wahl und dankte den Landfrauen für ihr kräftiges Engagement beim Heimatfest und Bauernmarkt. "Auch wenn die Landwirte immer weniger werden, leisten die wenigen gute Arbeit." Erfreut sei die Gemeinde vor allem über die Biogaswärme, mit der mehrere öffentliche Gebäude beheizt werden.

Den Glückwünschen schlossen sich die Gemeinderäte Albert Grießl, der als Zoiglwirt kräftig in der Küche eingespannt war, und Karl Grießl an, der gleichzeitig als BBV-Ortsobmann den Landfrauen für ihre Arbeit dankte. "Auch wenn sich die Arbeit und die Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft geändert hätten und die Anzahl der Bauernhöfe in den ländlichen Gebieten immer weniger werden, sollten die Landfrauen weiterhin das Leben auf dem Land mitgestalten und für eine lebenswerte Zukunft sorgen." Caroline Süß begleitete die Veranstaltung mit der Klarinette.
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