Offene Ganztagsschule ein Erfolgsmodell
Gutes Essen und Tischkultur

Rektorin Bianca Ederer, die Betreuerinnen Franziska Eichermüller und Monika Tiegs sowie Bürgermeister Reiner Gäbl (hinten, von rechts) freuen sich mit den Schülern über das gesunde, ausgewogene Essensangebot in der Offenen Ganztagsschule. Bild: gz
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Eslarn
24.12.2016
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Seit September gibt es an der Eslarner Grundschule eine offene Ganztagsschule. Die Einrichtung wird immer mehr zum Erfolgsmodell. 31 Kinder nehmen das Angebot bisher an.

(gz)Nach dem Drei-Säulen-Konzept stehen unter der pädagogischen Leitung von Olesia Schmidt das gemeinsame Mittagessen, Betreuung bei den Hausaufgaben und ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm auf dem Stundenplan. Mit der offenen Ganztagsschule (OGTS) wollen Staat, Gemeinde und Schule einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten.

Zwei Gruppen

Da heutzutage in vielen Familien beide Elternteile berufstätig sind, freuten sich die Mütter und Väter über das Konzept. Es wurden zwei Gruppen gebildet, eine verkürzte bis 14 Uhr und eine lange bis 16 Uhr. Der Freistaat förderte die OGTS, die Gemeinde übernahm die Trägerschaft und stellte im ehemaligen Nordosttrakt gegenüber der Grundschule ideale Räume zur Verfügung. Die Festbetragsförderung von 5000 für die verkürzte und 5500 Euro für die verlängerte Klasse übernahm ebenfalls die Marktgemeinde.

Von den 89 Schülern nehmen 31 Mädchen und Buben die zusätzliche pädagogische Betreuung wahr. Davon nutzen bis zu 23 Schüler das Angebot des Mittagessens. Franziska Eichermüller und Monika Tiegs unterstützen Schmidt bei der Organisation. "Wir sind die einzige Schule im Umkreis, die das Angebot für unsere Eltern und Schüler kostenlos ermöglicht", stellt Bürgermeister Reiner Gäbl fest.

Die Eltern brauchen nur die Kosten für das tägliche Mittagessen in Höhe von 3,80 Euro übernehmen. Die Mehrarbeit wie beispielsweise für die Essensausgabe zahle die Kommune. Die zusätzlichen administrativen und pädagogischen Arbeiten übernimmt die Schule.

Die Verantwortlichen achten auf eine gesunde ausgewogene Ernährung. Das Essen liefert ein Restaurant aus Schönsee. Es gibt täglich ein Hauptgericht, eine Nachspeise und ein reichliches Salatbuffet. Am Donnerstag gab es zur Freude der Kinder jedoch "Cheeseburger zum Selbermachen", Eis und Salat. Ab und zu steht auch eine Suppe auf dem Speiseplan. "Das Salatbuffet ist jeden Tag leer geräumt", erklärte Hausmeister Stefan Frölich, der für die Essenausgabe verantwortlich ist.

Das Angebot entspricht laut Rektorin Bianca Ederer dabei voll den Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. "Wir lernen den Kindern auch eine gewisse Tischkultur." Nach dem Lernpensum am Vormittag und dem Essen sei es wichtig, dass die Schüler vor den Hausaufgaben eine Ruhephase erhalten. "Deshalb wird eine sogenannte Sofarunde angeboten", sagt Tiegs.

In der Runde lernen die Kinder mit Hilfe eines sogenannten Sprechballs andere Aussprechen lassen und Zuhören. Nach den Hausaufgaben stehen verschiedene Förderbereiche und Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen wie Sport, Musik und Kreativität auf dem Stundenplan.

Junge Familien entlasten

Im Spiel erforschen die Kinder mit ihren russischen oder syrischen Freunden andere Sprachen und lernen andere Kultur kennen. Die Eltern schätzen das Angebot, mit dem die Kinder bis 16 Uhr in der Schule bleiben können und dabei vor allem junge Familien entlastet werden. Im kommenden Jahr sollen örtliche Vereine und Organisationen ins Konzept mit eingebunden werden und je nach Wetter und Jahreszeit weitere sinnvolle Gestaltungsmöglichkeiten angeboten werden.
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