13.03.2018 - 20:00 Uhr
Eslarn

Starkbierfest in Eslarn Traudls Tatü-Tata-Tattoo

In den Wochen zwischen Fasching und Ostern steht nicht nur das Fasten, sondern auch kräftiger Gerstensaft im Rampenlicht. Es gilt der Grundsatz "Flüssiges bricht das Fasten nicht". Beim Starkbierfest in Eslarn schenkt eine Moosbacherin kräftig ein.

Starkbierrednerin Traudl alias Sonja Stahl aus Moosbach ließ beim Eslarner Starkbierfest so manchen Gast im Saal stramm stehen. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

Die Veranstaltung der Feuerwehr und der Blaskapelle "Schlossberger" in der Schulturnhalle war wieder ein großer Erfolg. Kommunbrauer Georg Zierer hatte das untergärige Zoiglbier gebraut. Den vielen Besuchern hat es ausgezeichnet geschmeckt. "Süffig und gut", lautete die einhellige Meinung zum besonderen dunklen Fastentrunk. Festdamen und Feuerwehrburschen bewirteten die Gäste. 2 weibliche und 21 männliche Musiker boten unter Leitung von Manfred Wild mit bayrisch-böhmischem Sound, aber auch mit Melodien aus der Heimat beste Unterhaltung.

Mit einer humorvollen Darbietung überraschte zur vorgerückter Stunde Sonja Stahl als Traudl mit schwarzen Hut die Starkbiergäste. "Der Redner vom letzten Jahr ist heuer nicht mehr da, die Rede, die der glesn, war manchen zu heftig gwesn, so dass sich einige auf dem Schlips getreten fühlten. Sowas kommt echt selten vor. Habts in Eslarn kein Humor?"

Promis unter Beschuss

Als Vorzeigeobjekt mussten beim ersten Auftritt die lichten Haare des Blaskapellenchefs herhalten. "Doch Albert tröste dich, werden in den Bergen die Gipfel auch schon kahl, kann doch nicht Frühling sein im Tal." Im Anschluss schoss die Moosbacherin auf die Promis ein regelrechtes "Kanonenfeuer" ab und ließ nicht nur Bürgermeister Reiner Gäbl im Saal stramm stehen. "Schau ma uns halt dann den Chef von dieser Metropole an, der trinkt bestimmt öfter mal n' Bier, des sieht ma an seim Bierbauch hier."

Dazu schenkte Traudl dem Vorsteher der Metropole mit der Aussage "Besser Bier im Bauch als Wasser in den Beinen" auch ein wenig Trost. "Seit zwei Jahren sagt er monoton, die neue Feuerwehrgerätehalle, ja, die mach ma schon, wobei er noch durchblicken lässt - bis zum nächsten Heimatfest", so der Ausblick von Stahl. Anschließend folgten einige lustige Episoden über die beiden Kommandanten sowie Feuerwehrangehörigen. Erinnert wurde an das Patenbitten mit dem Indianeraufstand in "Haamoon" und das Bobycarrennen in Pfrentsch. "Ich hab mir sogar, ihr werdet es nicht fassen, ein Feuerwehrauto tätowieren lassen. Wie sagt man da: ein Tatü-Tata-Tattoo." Dabei warb Traudl für das Jubelfest vom 6. bis 8. Juli und wies auf die Musikgruppen "Rotzlöffl", "Stoapfälzer Spitzbuam" und "Schlossberger" hin.

Gottesdienstzeiten

Ein weiteres Thema waren auch die Gottesdienstzeiten. "Geht in Kirch die Oma Rettl, schauts erst amal am Kirchezettl, denn nur so weiß sie dann, geht Kirch um 8.30 Uhr und 10.30 Uhr oder nur einmal um 9.30 Uhr an."

Offen ließ die Starkbier-Rednerin zum Ende ihres Vortrags, welche Orte die wahren Metropolen sind und zu den aufstrebenen Grenzgemeinden im Landkreis gehören. Bei der humorvollen und deftigen Starkbierrede spalteten sich die Beifallspender, so dass jeweils das andere schadenfrohe Gästelager den aktuell Betroffenen kräftig beklatschte.

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