03.07.2017 - 16:38 Uhr
EslarnOberpfalz

Via-Carolina-Lauf führt auf der Goldenen Straße von Prag nach Nürnberg Laufen gegen Krebs

Der internationale Via-Carolina-Lauf auf der Goldenen Straße steht unter dem Thema "Laufen gegen Krebs". Beim Start am Rathaus in Prag treffen sich 120 Läufer. In sieben Teams machen sie sich auf den Weg nach Nürnberg. Es erwarten sie 32 Etappen.

Pünktlich um 6 Uhr starteten am Sonntag die internationalen Staffelläufer am Grenzübergang Eslarn zur 18 Etappe. Bürgermeister Reiner Gäbl (Zweiter von rechts) und das Laufteam feuerten die Läufer lautstark an. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

(gz) Die ersten und letzten Kilometer in den Städten Prag und Nürnberg mussten von allen Läufern absolviert werden. Die Tradition des Laufes führt für den verstorbenen Gründervater Mario Wallrath dessen Sohn Marc Wallrath gemeinsam mit dem Vorsitzenden Walter Wolf-Dieter vom Running e.V. Nürnberg fort.

Am ehemaligen Grenzübergang in Eslarn begrüßte Bürgermeister Reiner Gäbl am Sonntag die aus Tschechien auf bayerischen Boden angekommenen Läufer und feuerte die Sportler auf ihrer 18. Etappe lautstark an. Die Veranstalter mit den Läufern wurden auf der Strecke beim jeweiligen Etappenwechsel von weiteren Bürgermeistern begrüßt.

Der Ursprung der "gulden straß" oder "Karlsstraße", wie die kaiserliche Magistrale auch genannt wird, führt auf den Namen Karl IV. zurück, dem an einer territorialen Verbindung zwischen seinen böhmischen Stammlanden und den Reichsstädten gelegen war. So ist der Lauf auch ein Bestandteil der Aktivitäten im Jubiläumsjahr von Kaiser Karl IV.. Die im Heiligen Römischen Reich wichtigen Metropolen Nürnberg und Prag, die heutigen Partnerstädte, verbindet seither eine bayerisch-tschechische Freundschaft und eine gemeinsame Geschichte.

Erinnerung an Gründer

Der Spendenlauf mit dem Motto "Laufen gegen Krebs" entlang der Via Carolina ist zugleich eine Erinnerung an den Gründervater des Events, an den im Februar 2017 verstorbenen Mario Wallrath. Inzwischen wird der Via-Carolina-Lauf zum 11. Mal durchgeführt. In diesem Jahr begaben sich 7 Staffelteams im Gruppenlauf vom Prager Rathaus über die Karlsbrücke auf die ersten 4 Kilometer. Nach Prag liefen die jeweiligen Etappenläufer vom Samstag auf Sonntag Rund-um-die-Uhr in 32 Etappen durch reizvolle Landschaften und Orte. Insgesamt waren sie 324 Kilometer unterwegs.

Sohn schlägt sich tapfer

Als Königsetappe bezeichneten die Organisatoren Walter Wolf-Dieter und Holger Pampel vom Running e.V. die Strecke vom tschechischen Bela nad Radbuzou zur bayerischen Grenze bei Eslarn. "Diese Strecke unter einer Stunde zu schaffen, ist beeindruckend", stellten beide fest und gratulierten den Läufer Eduard Rose zu seiner Wahnsinnszeit von 50,31 Minuten. Zudem wacker geschlagen hatte sich auch Marc Wallrath.

Der Startschuss am ersten bayerischen Etappenpunkt erfolgte für die Teams am Sonntag um 6 Uhr am ehemaligen Eslarner Grenzübergang Tillyschanz. Die Veranstalter und Läufer wurden am frühen Sonntagmorgen von Gäbl begrüßt. "Wir befinden uns hier am östlichsten Punkt von Nürnberg." Das Marktoberhaupt wies auf den historischen Ort hin und wünschte einen unfallfreien Lauf. In der Eslarner Turnhalle wurde für die Etappenläufer eine Verpflegungsstation eingerichtet.

Der Lauf nach Eslarn führte auf den Rad-/Fußweg zum nächsten Wechsel in Moosbach und weiter durch den Oberpfälzer- und Frankenwald, durch seichte Täler und weite Felder nach Vohenstrauß, Wernberg, Amberg und Sulzbach-Rosenberg bis nach Nürnberg.

Auf den ersten und letzten Kilometern mit dabei war Florian Schwarthoff, ein ehemaliger deutscher Hürdenläufer. Der Via-Carolina-Lauf endete um 20.30 Uhr nach rund 32 Stunden mit einem nochmaligen Gruppeneinlauf zum Marktplatz "Schöner Brunnen" in Nürnberg, wo im Rahmen einer Veranstaltung auch die Verteilung der Medaillen und Urkunden vorgenommen wurde.

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