05.03.2017 - 20:00 Uhr
EslarnOberpfalz

Vortrag: Verwendung der Haus- und Kirchensammlungen Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben

(gz) Kein leichtes Ehrenamt haben Spendensammler aufgrund der ständigen Vorhaltungen hinsichtlich der Verwendung der Gelder und der angeblich zu hohen Verwaltungskosten. Diesen Mutmaßungen könne man laut Maria Plank vom Caritasverband der Diözese Regensburg nur durch Aufklärung und Transparenz begegnen. Die Referentin stand daher den Zuhörern bei ihrem Bildervortrag "Verwendung der Haus- und Kirchensammlungen" Rede und Antwort.

Pfarrer Erwin Bauer dankte Maria Plank im Beisein von Anneliese Kleber und Rosemarie Frischmann (von rechts) für die vielen Informationen zur Caritas-Sammlung. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

Das Referat kam auf Vorschlag der kirchlichen Organisationen zustande. Der Einladung ins Pfarrheim waren überwiegend Caritas-Sammler aus Eslarn, Waidhaus und Pleystein gefolgt. "Zweimal im Jahr dient die Kirchenkollekte und eine Frühjahr- und Herbstsammlung der sozialen, caritativen Arbeit, mit der hilfsbedürftigen Menschen eine neue Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben werden kann", stellte Maria Plank fest. Bei der Caritas-Sammlung werde deutlich, dass Glauben und Handeln zusammengehören. "Die jährlichen Spendengelder an die Caritas in Höhe von rund 2 Millionen Euro kommen zu 60 Prozent der Region und zu 40 Prozent der Pfarrgemeinde vor Ort zugute."

Viele Angebote

Das Wesensmerkmal der Kirche würden die Caritasverbände mit Sozialstationen, Altenhilfeeinrichtungen, Kindergärten, Asylsozialberatung, Suchtberatung und Beratungsstellen, aber auch in den Aktivitäten der pfarrgemeindlichen Caritas wie in den Nachbarschaftshilfen, in der Altenarbeit, Flüchtlingshilfe und den Selbsthilfegruppen vollziehen. Die Spenden würden zudem zur Sozial- und Schuldnerberatung, für Senioren, arme Familien mit Kindern, Menschen mit Behinderung, Frauen in Konflikten, für Kranke und Obdachlose ausgegeben. Der demografische Wandel führt zu einer wachsenden Zahl älterer, hilfsbedürftiger Menschen. Um die pflegenden Angehörigen zu unterstützen und zu entlasten, brauche es zusätzliche Betreuungsangebote. Der Caritas-Dienst kümmere sich stundenweise aber auch um Kinder mit geistigen, körperlichen oder mehrfachen Behinderungen.

Nur dort, wo Caritas gelebt wird, ist laut Plank die Kirche nah am Menschen. Durch die Hausbesuche bei Sammlungen bestehe die Chance, die unterschiedlichsten Nöte wahrzunehmen und nach einem persönlichen Gespräch mit dem Betroffenen diese ans Seelsorgeteam zu melden. "Dies ermöglicht ein schnelles, unbürokratisches Handeln und mit der individuellen Hilfe kann man vielen hilfsbedürftigen und notleidenden Menschen aus finanziellen Schwierigkeiten und Notlagen helfen."

Plank stellte fest, dass die in einer Diözese gesammelten Gelder zu 100 Prozent im jeweiligen Bistum bleiben, zweckgebunden sind und von der Caritas mit einem niedrigen Verwaltungsaufwand verwaltet werden. Die Gehälter der hauptamtlichen Mitarbeiter werden aus Kirchensteuermitteln und staatlichen Zuschüssen bezahlt.

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