18.10.2017 - 16:18 Uhr
EslarnOberpfalz

Wanderstrecke zum Stückbergturm Weg Stück für Stück ausbauen

Mit gezielten baulichen Maßnahmen wertet die Gemeinde als Bauträger den Wildpark entlang des Wanderwegs zum Stückstein und den dortigen Aussichtsturm auf. Der Oberpfälzer Waldverein packt bei der Neugestaltung mit an.

Das Aufstellen der acht Info-Tafeln aus Holz übernehmen unter anderen (von rechts) Schriftführer Manfred Stahl, Markierungswart Josef Grötsch, Bankerlwart Gerhard Riedl und Turmwart Josef Bösl. Bild: gz
von Karl ZieglerProfil

Die Betreuung des Stückbergturms liegt seit dem Bau 1974 in den Händen des OWV. Laut der vorliegenden Gipfelbücher wird die Aussichtsplattform, von der eine fantastische Weitsicht in den Oberpfälzer, Bayerischen und Böhmischen Wald möglich ist, regelmäßig von Besuchern aus aller Welt frequentiert.

Da der Wanderweg vom Parkplatz am Wildpark in Richtung Aussichtsturm mit erlebnisorientierten, interaktiven und naturpädagogischen Bildtexttafeln bereichert werden soll, standen für den OWV einige ehrenamtliche Stunden auf dem Programm. Die erforderlichen Fundamente für die acht Informationstafeln erstellte in den vergangenen Wochen der Waldverein mit Baggerführer Hans Bauriedl.

An den jeweiligen Standorten haben die Helfer Köcherfundamente aus PVC-Rohren in den Beton eingebaut und die zwei Holzpfosten mit Pfostenschuhen einbetoniert. Auf den 100 mal 200 Zentimeter großen Holztafeln werden Aluverbundplatten und darauf Digitaldruckfolien mit Hinweisen angebracht. Die Inhalte wurden mit den Staatsforsten abgesprochen. Die erste Tafel steht am Auslauf des ehemaligen Stückberglifts, entlang des Wanderwegs bis zum Turm folgen weitere sieben.

Darauf werden die heimischen Waldtiere, speziell Spechte und Fledermäuse sowie die reichhaltige Flora und Fauna im östlichen Oberpfälzer Wald vorgestellt. Ein Hauptaugenmerk liegt auf dem Alleinstellungsmerkmal "Naturwaldreservat", das 1978 am Stückberg als eines der ersten Reservate Bayerns ausgewiesen wurde und damit der Weg zum Urwald bereits weit fortgeschritten ist. Um den Turm bereichern Totholz, Baumschwämme und seltene Pflanzen den Naturwald. Weitere Themen auf den Tafeln sind ein Rückblick in die Geschichte, die nachhaltige Waldbewirtschaftung, die Hahnenhänge sowie die ehemaligen Skihänge Stückberg und Lindau.

Eine Reise ins Innere der Erde bietet die aufgezeigte Geologie mit den markanten Felsformationen, die Erd- und Waldgeschichte vom Urwald zum Zukunftswald. An den jeweiligen Standorten sollen zudem Ruhebänke zur Rast und zum tollen Ausblick einladen.

Die Verantwortlichen legen einen besonderen Wert auf eine spannende, erlebnisorientierte Aufbereitung und Sprache sowie auf eine interaktive Einbeziehung der Besucher aller Generationen. Eine tadellose Betreuung der Tafeln und Bänke entlang des Wanderwegs garantieren auch in der Zukunft die Markierungs-, Bankerl-, Turm-, Natur- und Landschaftswarte des OWV.

Viertelmillion Euro für Stückbergturm

Der in die Jahre gekommene Stückbergturm wird derzeit umgestaltet und saniert. Eingebunden in die Maßnahme des Markts sind das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) mit dem Forstbetrieb Flossenbürg, die Naturparkverwaltung, die Wirtschaft der Region, Privatpersonen und der OWV-Zweigverein.

Landschaftsarchitekt Gottfried Blank ist für die Planungen der Maßnahmen zuständig. Die Gesamtkosten von 256 754 Euro werden mit rund 60 Prozent über das Leader-Programm gefördert. Die ersten Eigenleistungen absolvierten elf OWV-Mitglieder um Vorsitzenden Josef Frischmann an der Turmaußenseite mit dem Abmontieren der 600 Quadratmeter umfassenden Holzverschalung samt der Lattung. (gz)

Kommentare

Um Kommentare vefassen zu können müssen Sie sich Anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.