Weihnachtsgeschichte in der Eslarner Kirche
Bethlehem ist überall

Eine tiefsinnige Weihnachtsgeschichte erzählten 20 Kinder an Heiligabend in der Pfarrkirche. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
27.12.2016
32
0

20 Mädchen und Buben sind in der Eslarner Kirche bei der Suche nach Bethlehem eingebunden. Und sie werden fündig.

(gz) Die Leitung der Inszenierung "Wo überall Bethlehem im Jetzt ist" hatten Manuela Klug und Sonja Spangler. Die musikalische Umrahmung übernahm während des vorweihnachtlichen Wortgottesdienstes der Kinderchor und die Instrumentalgruppe.

"Lasset uns gemeinsam zur Geburt des Heilands hinführen, feiern, beten und erzählen", begrüßte Pfarrer Erwin Bauer die Besucher. Danach eröffneten Lea Spangler und Anna-Lena Klug von der Predigtkanzel aus das kirchliche Bühnenwerk mit den Worten "Ein Wunder ist geschehen. Gott kam in die Welt. Einfach, arm und menschlich".

Die durchs Spiel führenden Erzähler Veronika Klug und Jannik Warta forderten alle auf, den Heiland nicht hinter den Schaufenstern und unter Bergen von Geschenken, sondern in Bethlehem und überall dort, wo ihr selbst arm und traurig seid, zu suchen. Im Weihnachtsevangelium erinnerte Pfarrvikar Pater Dr. Beatus Urassa an die Herbergssuche durch Maria und Josef. In der Aufführung versetzten sich die Kinder nach Bethlehem im Jahre 2016, um einige Antworten zu erhalten.

Dabei wollten Nele (Selina Novak) und Sarah (Lilli Spangler) zum Christkind. Ihre Mutter (Carolin Süß) entgegnete: "Dann geht doch einfach quer über die Straße, da findet ihr Bethlehem." Mit einem Geschenk, einer Puppe und einem Stern, machten sich die Töchter auf den Weg, den viele Menschen kreuzten.

Auf der anderen Straßenseite wohnte ein reicher Mann, der viele wertvolle Geschenke für die Familie und Mitarbeiter gepackt hatte, selbst nicht zufrieden war und sich viel mehr Zeit wünschte. Auf ihrem Weg trafen sie auch eine alleinlebende und weinende ältere Frau und später ein krankes Mädchen, das die beiden Suchenden mit ihren Geschenken für das Christkind verrückt hielt. "Alle wollen nur etwas von ihm und das Christkind bekommt nie etwas", erklärten die Kinder.

Mit dem Hinweis, manchmal die Augen ganz besonders gut aufzumachen und sich die Menschen mit dem Herzen anzusehen, gingen Nele und Sarah wieder zurück. Die Mutter erkannte im Gesicht ihrer Töchter, dass die beiden wirklich Bethlehem gefunden hatten. Zum Abschluss erklärten die Kinder ihrer Mutter "Bethlehem ist überall, wo wir Tränen von den Augen der Traurigen abwischen, wo wir unsere Waffen niederlegen und uns mit Worten verständigen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.