Ausildungszentrum im östlichen Landkreis installiert
Förster statt Zöllner

Forstbetriebsleiter Stefan Bösl (links) zeigt stellvertretendem Landrat Albert Nickl, Vorstand Reinhardt Neft von den Staatsforsten, Ausbildungsleiter Anton Plödt, Ingo Greim, Bürgermeister Reiner Gäbl und Personalratsvorsitzendem Robert Heckl (von links) die neuen Arbeitsplätze. Bild: gz
Wirtschaft
Eslarn
04.09.2017
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Die Nutzungsänderung des ehemaligen Zollgebäudes in ein Betriebsgebäude mit Lehrlingswerkstatt der Bayerischen Staatsforsten steht am heutigen Dienstag auf der Tagesordnung des Eslarner Marktrats. Die Umbauten sind schon fertig.

Bei einem Treffen im Betriebshof der Bayerischen Staatsforsten an der Tillyschanz machten sich Landkreis-, Gemeinde- und Forstvertreter vom neu im östlichen Landkreis installierten Ausbildungszentrum ein Bild. "Die Nutzungsänderung dürfte eine Formsache sein", erklärte Bürgermeister Reiner Gäbl, ohne der Entscheidung durch die Markträte vorgreifen zu wollen. Unmittelbar nach dem "grünen Licht" durch das Gremium soll die Ausbildung junger Forstwirte starten.

Erfreut über den gelungenen Umbau führte Stefan Bösl, Leiter des Forstbetriebs Flossenbürg die Gäste durch das künftige Betriebsgebäude. Positive Rückmeldungen zur neu installierten Ausbildungsstätte gab es von stellvertretendem Landrat Albert Nickl. Übereinstimmend mit Vorstand Reinhardt Neft von den Bayerischen Staatsforsten, Personalratsvorsitzendem Robert Heckl, Servicestellenleiter Ingo Greim und dem neuen Ausbildungsleiter Anton Plödt sahen Nickl und Gäbl den Umbau für gelungen an.

"Eine Aufwertung für Landkreis und Gemeinde", erklärten die beiden Politiker. Die Umgestaltung braucht wegen der Nutzungsänderung noch den Segen des Marktrats. Bösl blickte kurz in die Geschichte zurück, erinnerte an die Vermietung des Grundstücks an den Bund sowie an den Bau eines Holzgebäudes für den Zoll und die Grenzpolizei.

"Nach dem Fall der Grenzkontrollen ging der Grund samt Gebäude wieder an den Forst zurück." Lediglich zwei kleine Fenster als Durchreiche für die Pässe erinnern noch an die Passkontrolle und an die "alten" Geschichten. Der Umbau nach brandschutzrechtlichen Vorgaben in ein Werkstatt- und Schulungsgebäude mit zwei innerbetrieblichen Übernachtungsplätzen erfolgte nach den Plänen des Architekten Rodrigo Abarzua aus Schwandorf.

Nach der Planbeschreibung entstand im Ausbildungszentrum eine Werkstätte als "Schlechtwetter-Arbeitsplatz" mit knapp 50 Quadratmetern, die von maximal 10 Lehrlingen und 2 Ausbildungsleitern genutzt werden kann. Eine Teeküche, ein Büroraum und ein Zimmer mit Schlafmöglichkeit mit jeweils 13 Quadratmetern sowie ein Lagerraum, eine Damen- und Herren-Toilette vervollständigt das Ensemble.

Zur Sicherheit wurde auch an eine Überwachung durch eine technische Einrichtung gedacht. Die Ausstattung des Ausbildungszentrums ließen sich die Staatsforsten rund 50 000 Euro kosten. In der Werkstatt sorgt ein robuster Fußboden für Festigkeit. "Ein Highlight ist der Technikschrank mit beheizbarer Trocknungsanlage." Laut Greim können hier die Forstleute ihre nasse Berufskleidung trocknen, was wiederum der Gesundheit zugute komme.
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