16.07.2014 - 00:00 Uhr
EtzelwangOberpfalz

Dienst von Pfarrerin Barbara Meister-Hechtel in Etzelwang zu Ende - Helferin in vielen Vakanzen: Vier Kirchen im Tausch gegen eine

Nach 15 Jahren verlässt Pfarrerin Barbara Meister-Hechtel die große Etzelwanger Pfarrei mit ihren vier Kirchengemeinden. Ein neuer Wirkungskreis erwartet sie in Offenhausen. Zum Abschied feierte sie einen Gottesdienst in der St.-Nikolauskirche, dem ein Empfang im Gemeindehaus folgte.

Beim Abschiedsgottesdienst saßen (von links) Dekan Karlhermann Schötz, Pfarrerin Barbara Meister-Hechtel, Pfarrer Klaus Keyser, Edelsfeld, sowie Margareta und Felix Hechtel in der ersten Reihe. Dahinter sind (von links) Elisabeth Kellner als Sprecherin der vier Kirchenvorstände, Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius, Seniorin des Pfarrkapitels, sowie Pfarrerin Anja Matthalm, Neukirchen, zu sehen. Bild: ds
von Leonhard EhrasProfil

Elisabeth Kellner als Sprecherin der vier Kirchenvorstände führte an diesem Nachmittag Regie. Musikalisch wirkten der Posaunenchor, dirigiert von Claudia Vogel, eine beeindruckende Sängerschar aus den vier Kirchenchören Ernhüll, Etzelwang, Högen und Kirchenreinbach, geleitet von Martina Späth, sowie Herbert Lindner an der Orgel mit.

Pfarrerin Barbara Meister-Hechtel eröffnete ihre Predigt mit einem Bibelwort: "Denn wir haben hier keine bleibende Statt, sondern die zukünftige suchen wir." Der Wechsel sei gut, weil damit immer wieder andere Menschen angesprochen werden können. In Offenhausen erwarte sie nur eine Kirche, ein Kirchenvorstand und ein Kindergarten; im Gegensatz zur Pfarrei Etzelwang mit vier Gotteshäusern und Kirchengemeinden.

Seit Dezember 1999 in Etzelwang, arbeitete Barbara Meister-Hechtel zunächst in Stellenteilung und ab September 2003 als alleinige Inhaberin der Pfarrstelle. Sie habe manche Last getragen, sagte Dekan Karlhermann Schötz im Blick auf die Sanierung des Kindergartens und eine Reihe von Vakanzen, die sie überbrücken half - und das neben dem Alltag einer alleinerziehenden Mutter von zwei Kindern. Der Dekan dankte Pfarrerin Meister-Hechtel für die Mitarbeit im Dekanatsbezirk als Beauftragte für Lektoren- und Prädikantendienst sowie für die Notfallseelsorge. Mit dem Segen für die Pfarrerin und ihre Kinder Margareta und Felix am Altar der St. Nikolauskirche entband er Barbara Meister-Hechtel vom Dienst in Etzelwang.

Ehrlich, humorvoll, gerecht

Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus bescheinigte Bürgermeister Roman Berr der scheidenden Pfarrerin Ehrlichkeit, Humor und Gerechtigkeitssinn. 15 Jahre fruchtbares Zusammenwirken fasste Angelika Gleiß von der katholischen Pfarrei Neukirchen-Etzelwang in Gedichtform zusammen. Pfarrer Michael Kneißl betonte das Miteinander der beiden Konfessionen.

Ein schnelles Einleben in Offenhausen wünschte Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius als Seniorin des Pfarrkapitels im Dekanat Sulzbach-Rosenberg. Die Kollegialität und Freundschaft unterstrich Anja Matthalm als Nachbarpfarrerin und dankte für die Aushilfen in Neukirchen.

Werberin für den Chor

Bei der Bewältigung der Probleme beim Kindergartenumbau habe sich die politische Gemeinde voll auf die Pfarrerin verlassen können, bestätigte Altbürgermeister Ludwig Heinl. Bernhard Oppelt von der sozialtherapeutischen Einrichtung Integra verriet, dass es Pfarrerin Barbara Meister-Hechtel war, die ihn als Sänger für den Kirchenchor warb. Das Zusammenwirken mit den vier Kirchenvorständen beleuchtete Robert Hufnagel am Beispiel eines Rückspiegels am Auto. Den Blick zurück ermöglichte ein Fotobuch mit Stationen im 15-jährigen Wirken von Pfarrerin Meister-Hechtel, das Anita Engelhardt, Ingrid Bergmann und Dagmar Höfler vorstellten.

Pfarrerin Barbara Meister-Hechtel zeigte sich überwältigt von den vielen lobenden Worten und Geschenken. "Der Abschied von Etzelwang fällt mir nicht leicht", versicherte sie.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.