26.07.2004 - 00:00 Uhr
EtzelwangOberpfalz

Holzbauteile im Kindergarten sind Schadstoff-Träger Konsequente Isolierung

von Leonhard EhrasProfil

Raumluftmessungen in dem 1984 eingeweihten Trakt des Kindergartens Etzelwang brachten die Misere im Sommer 2001 ans Licht: Erhöhte PCP-Werte. Die betroffenen Räume blieben seither versperrt.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Etzelwang besorgte Gutachten und verhandelte mit der Landeskirche und der politischen Gemeinde über finanzielle Fragen. Auch die Elternvertretung, vor allem aber Dekan Karlhermann Schötz, machten sich für eine Lösung im Sinne aller Beteiligten stark. Die Sanierungsmaßnahme mit einem Kostenaufwand von rund 50 000 Euro hatte zum Ziel, durch konsequente Isolierung der Holz-Bauteile die PCP-Belastung zu verhindern. Dafür wurden im Gruppenraum und den Nebenräumen des älteren Gebäudeteiles die Seitenwände mit Gipskarton verkleidet und mit einer Folie luftdicht verschlossen.

Der Gefahr aus der bisher sichtbaren Dachkonstruktion beugen nun eingezogene Decken mit entsprechender Abdichtung vor. Die Fenster der Südfront wurden erneuert. Der Einbau neuer Dachflächenfenster erhöht den Schutz vor Witterungseinflüssen. Eine Aufbesserung des Parkettbodens und Streicharbeiten vervollständigen die Sanierungsmaßnahme.

Zu den Kosten steuert die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern 10 000 Euro bei. Nach der Spende des Elternbeirats blieben noch rund 34 000 Euro, die sich Kirchen- und politische Gemeinde Etzelwang je zur Hälfte teilen.

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