18.04.2018 - 20:00 Uhr
EtzelwangOberpfalz

Gemeinderat Etzelwang will Höfeprogramm für Breitbandausbau nutzen Letzte Lücken schließen

Wer in der Gemeinde Etzelwang ein einzelnes Haus außerhalb der Orte bewohnt, muss bisher auf schnelles Internet verzichten. Das soll bald anders werden.

Die Erneuerung der Kreisstraße AS 38 - Im Bild die Abzweigung am Etzelwanger Freibad - ist in vollem Gange. Die Fahrbahn wird um einen Fuß- und Radweg ergänzt. Die wegen der Baumaßnahme erforderliche Sperrung der Verbindung Etzelwang - Lehendorf dauert noch mindestens bis Jahresende. Bild: ds
von Leonhard EhrasProfil

Nachdem die staatliche Förderung in Höhe von 90 Prozent für den Breitbandausbau weiterhin gewährt wird, will der Gemeinderat Etzelwang in einem dritten Schritt den außerhalb der bisherigen Anschlussgebiete liegenden Einzelgebäuden ebenfalls einen Breitbandanschluss ermöglichen. Das beschloss er in seiner Sitzung im Gemeindestadel.

Dieses sogenannte Höfeprogramm kann für Immobilien in Kirchenreinbach am Buchberg, am Wasserpumphaus, bei Wohngebäuden nahe der östlichen Gemeindegrenze von Etzelwang, außerhalb Schmidtstadt und in einzelnen abgelegenen Gebäuden im Lehental Anwendung finden. Bürgermeister Roman Berr denkt daran, diese dritte Stufe zusammen mit den Gemeinden Neukirchen und Weigendorf auszuschreiben.

Kommandanten bestätigt

Der Gemeinderat bestätigte formell die Wahl der Kommandanten der Feuerwehr Etzelwang. Somit treten ab 1. Mai Richard Pilhofer als 1. Kommandant und Peter Steger als 2. Kommandant ihren Dienst an. Der Bürgermeister dankte für die Bereitschaft, dieses Amt zu übernehmen.

Für die Informationsveranstaltungen über die Fortsetzung der Dorferneuerung Etzelwang bat Gemeinderat Ernst Scharr, die aktualisierten Pläne rechtzeitig zuvor ausgehändigt zu bekommen. Für die Dorferneuerung Kirchenreinbach äußerte Gemeinderat Günther Renner denselben Wunsch.

Als Reaktion auf Hinweise in der vorangegangenen Sitzung erläuterte Bürgermeister Roman Berr, dass der Verwaltung zufolge die Straßenlampe am Birkenweg in Kirchenreinbach nicht entfernt werde. Am früheren Gasthaus Pürner müssen Sicherungsmaßnahmen vorgenommen werden, um Schäden durch herabfallende Teile zu vermeiden. Gemeinderat Günther Renner interessierte sich für die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen an den Ortseingängen von Kirchenreinbach und erfuhr, dass mehr als 70 Prozent der Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs waren.

Der Aufforderung von Gemeinderat Klaus-Dieter Schurath, die vielen Schlaglöcher am Bahnhofsvorplatz aufzufüllen, entgegnete Bürgermeister Berr, dass sich diese Fläche größtenteils in Privatbesitz befindet. Gemeinderat Philipp Wagner monierte die Geruchsbelästigung durch den Abwasserkanal und erkundigte sich nach Möglichkeiten der Abdichtung.

Ein im bayerischen Landtag diskutiertes Förderprogramm für Tagespflege erinnerte Gemeinderat Willfried Schmidt an die künftige Nutzung des Etzelwanger Schulhauses mit Einrichtungen für Pflegebedürftige und Senioren. Er riet, diese Zuschussmöglichkeit zu beobachten.

Seine Bürgerfrage nutzte Wolfhard Hövel, um sich über den Zeitpunkt der Bereitstellung des schnellen Internets zu informieren. Bürgermeister Roman Berr gab die Auskunft der Telekom weiter, dass ab August dieses Jahres mit der Fertigstellung gerechnet werden könne.

Odyssee nach Feldarbeit

Karl Negelein kritisierte die Einbahnregelung auf der Straße von Penzenhof zum Skilift. Sie versperre Landwirten nach der Arbeit auf ihren Flächen nahe des Brennbergs und in Richtung Erkelsdorf den Rückweg. Stattdessen müssten sie über Etzelwang und dann - wegen des Umbaus der Kreisstraße - über die Umgehung Langgraben nach Lehendorf fahren.

Angela Röder erfragte die Dauer der Straßensperre von Etzelwang nach Lehendorf und erfuhr, dass sie sich mindestens noch bis Jahresende gedulden müsse.

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