28.02.2018 - 11:38 Uhr
Etzelwang

Gemeinderat ringt sich "schweren Herzens" zu Entscheidung durch Alte Bäume müssen weichen

Die neue Trasse der Kreisstraße zwischen Etzelwang und Lehendorf verläuft beim Minigolfplatz am Freibad nahe an drei alten Bäumen vorbei. Während der Bauarbeiten dürfte es kaum zu vermeiden sein, dass die Bagger ihre Wurzeln durchtrennen. Der Gemeinderat sieht Handlungsbedarf.

Die Erneuerung der Kreisstraße gerät zu nahe an die drei alten Bäume links. Deshalb sollen sie gefällt werden. Als Ersatz werden neue Hochstämme gepflanzt. Bild: DS
von Leonhard EhrasProfil

Neutras. Wenn ihre Wurzeln geschädigt werden, beeinträchtigt das die Standfestigkeit der Bäume. Befürchtet wird ein Absterben, das Verkehrsteilnehmer und Fußgänger in Gefahr bringt. "Schweren Herzens", wie einige betonten, stimmten die Gemeinderäte zu, diese Bäume zu fällen. Neue Hochstämme sollen die alte Weiden und die Birke ersetzen.

Die Sitzung im Café Zum Res'n begann mit einer Bürgerfragerunde. Mathias Schuhmann bat dabei, die Haftungsfrage rund um das Schulbus-Wartehäuschen auf seinem Wiesengrundstück in Penzenhof so zu regeln, dass er nicht für eventuelle Schäden geradestehen müsse. Bürgermeister Roman Berr sagte zu, das unverzüglich zu erledigen.

Grundstücke bleiben leer

Gemeinderätin Regina Kliem sprach sich gegen neue Baugebiete aus und mahnte, leerstehende Häuser in den Dörfern wieder für Wohnzwecke zu nutzen. Bürgermeister Roman Berr beklagte die fehlende Verkaufsbereitschaft mancher Grundstückeigentümer. Allein in Etzelwang könnten 17 erschlossene Grundstücke deshalb nicht bebaut werden.

Für den Betrieb von Elektro-Ladesäulen erhebt die N-Ergie eine einmalige Anschlussgebühr von je 1500 Euro. Bei den Kosten der Einrichtung rechnet die Gemeinde mit einem Zuschuss von etwa 40 Prozent. Standorte von zwei Strom-Tankstellen sollen die Dorfplätze in Etzelwang und Kirchenreinbach werden. Dort sind sowohl Parkmöglichkeiten als auch Stromanschlüsse vorhanden. Gemeinderat Heinz Marschalek hielt es für sinnvoll, auch das Aufladen der Akkus von E-Bikes zu ermöglichen.

Kein Seminar-Bedarf

Für die Ortsabrundung in Ziegelhütten erlässt die Gemeinde eine Einbeziehungssatzung. Sie macht es zur Auflage, auf jedem Baugrundstück Hecken und Obstbäume zu pflanzen. Für das von Bürgermeister Roman Berr zur Diskussion gestellte Strategie-Seminar zur Gemeindeentwicklung sah das Gremium angesichts von rund 40 vorliegenden Projekten keinen Bedarf. Das Thema werde vielleicht nach der nächsten Gemeinderatswahl interessant.

In einer nichtöffentlichen Sitzung war der Auftrag für die Erweiterung der Straßenbeleuchtung zwischen Etzelwang und Penzenhof an die Firma N-Ergie gegangen. Das machte der Bürgermeister jetzt bekannt.

Carina Dorn und Andreas Übler planen ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage in Kirchenreinbach; Florian Grötsch will in Schmidtstadt ein Eigenheim schaffen. Christine Bauderer möchte aus einer Wohnung in Etzelwang eine Praxis für Naturheilkunde machen. Für diese Vorhaben gab der Gemeinderat grünes Licht.

An der Strom-Bündelausschreibung durch die Kommunalberatung und Service GmbH (Kubus) für die Jahre 2020 bis 2022 beteiligt sich die Gemeinde Etzelwang wieder. Aus den drei Alternativen wählte der Gemeinderat normalen Ökostrom.

Bürger reden mit

Ende April gibt die Gemeinde Etzelwang wieder einen Empfang, bei dem sie verdiente Frauen und Männer ehren möchte. Ihre Auswahl will der Gemeinderat nicht alleine treffen und ruft deshalb zum ersten Mal die Bürger auf, Personen vorzuschlagen, die sich in den vergangenen vier Jahren auf außergewöhnliche Weise ehrenamtlich eingesetzt oder im Beruf und Sport besondere Erfolge erzielt haben. Die Namen und eine kurze Beschreibung der Leistungen können bis Montag, 12. März, direkt beim Bürgermeister unter der Mailadresse roman.berr[at]vg-neukirchen[dot]de eingereicht werden. (ds)

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