Fischsterben in einem Weiher am Fünf-Flüsse-Radweg
300 Forellen und Saiblinge tot

In diesem Weiher am östlichen Ortsrand von Etzelwang verendeten rund 300 Forellen und Saiblinge. Was der Grund für den qualvollen Tod der Tiere war, soll die Auswertung der Proben ergeben, die am Mittwoch vom Wasserwirtschaftsamt Weiden entnommen wurden. Bild: ds
Vermischtes
Etzelwang
12.07.2017
819
0

300 von 1200 Fischen sind tot. Was die Ursache für ihr Sterben war, ist ebenso unklar wie zuletzt das Wasser in dem Teich östlich von Etzelwang. Die heimische Wehr und die aus Königstein verriegelten den Überlauf vorsorglich für den Fall einer erst nicht auszuschließenden Verunreinigung, um eine Ausweitung zu verhindern.

Der Notruf lief am Dienstag um 18.35 Uhr bei der Polizeiinspektion in Sulzbach-Rosenberg auf. Von einem "größeren Fischsterben" in einem Weiher östlich von Etzelwang - genauer am Mühlweg, sprich dem Fünf-Flüsse-Radweg in Richtung Neukirchen - war darin die Rede. Unter Führung des Etzelwanger Kommandanten Robert Pilhofer wurde sowohl dessen als auch die Wehr aus Königstein an Ort und Stelle beordert, um gegebenenfalls noch größeres Unheil zu unterbinden. Schließlich gibt es dort weitere Teiche, und der vorbeifließende Etzelbach nimmt den Überlauf des betroffenen Weihers auf.

Doch erste Befürchtungen hinsichtlich einer Verunreinigung von außen bestätigten sich nicht, auch nicht im Laufe des darauffolgenden Mittwochs. Insofern könnte die Ursache dafür, dass 300 der 1200 eingesetzten Forellen und Saiblinge, verendet sind, auf mangelnden Sauerstoff im Wasser zurückzuführen sein.

Der Teich selbst verfügt über keinen Zulauf, sondern wird, nach unseren Informationen, von drei unterirdischen Quellen gespeist. Ein Teil der gut 20 eingesetzten Feuerwehrkräfte riegelte in einem ersten Zugriff den Überlauf in den Bach ab. Der an diesem Abend ebenfalls anwesende Kreisbrandmeister Hans Sperber (Achtel) ließ auf Anfrage wissen, dass die Einsatzkräfte zudem Wasser aus dem Weiher pumpten, es quasi im Umwälzverfahren wieder zurückspritzten und somit fein auf der Oberfläche verteilten: "Durch die frische Zufuhr aus der Luft kommt Sauerstoff zurück." Damit dürfte auch das Überleben der verbliebenen Fische gesichert sein.

Eine Überprüfung der anderen Gewässer in der Nähe ergab keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass ein weiteres Sterben zu befürchten sei. Neben der Polizei in Sulzbach-Rosenberg sind auch das Landratsamt Amberg-Sulzbach und das Wasserwirtschaftsamt Weiden in die Ermittlungen nach der Ursache eingeschaltet.

Auf die ersten Proben am Dienstagabend folgten im Laufe des Mittwochs weitere Wasserentnahmen. Vor dem Ergebnis von deren Auswertung lasse sich hinsichtlich der Gründe für dieses Sterben nichts Konkretes sagen, verlautete es seitens der Behörde aus Weiden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.