Fünf Eisenbahnüberführungen werden erneuert
Hochtechnisierte Präzisionsarbeit

In Lehendorf hebt der Autokran eines der beiden Fertigteile, 105 Tonnen schwer, auf die vorgesehenen Lager. Links hinten wartet der neunachsige Schwertransporter mit der zweiten Hälfte der Brücke. Bilder: ds (2)
Vermischtes
Etzelwang
27.08.2017
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Die Riesenkräne bestimmen das Bild: Gleich fünf Eisenbahnüberführungen werden in der Gemeinde Etzelwang zur Zeit erneuert. Dabei finden sogar drei verschiedene Techniken Anwendung.

In Lehendorf setzte ein Kranfahrzeug zwei Brückenhälften mit einem Gewicht von je 105 Tonnen auf vorbereitete Lager auf. Diese Betonteile wurden auf einer eigens am westlichen Ortsende von Etzelwang eingerichteten Baustelle gefertigt und mit zwei neunachsigen Schwertransportern nach Lehenhammer befördert, wo sie ein Autokran aufnahm und an der vorgesehenen Stelle aufsetzte.

Bei der Brücke in Penzenhof stand ausreichend Fläche zur Verfügung, so dass die komplette Brücke neben der Gleisanlage betoniert werden konnte. Nach Abbruch der alten Überführung verlängerten die Handwerker die Bodenplatte und die Transportschienen.

Hinüber geschoben

Hydraulikzylinder als Schubvorrichtung lieferten die erforderliche Kraft, um das komplette Bauwerk auf diesen Transportschienen an den vorgesehenen Standort zu befördern. Danach musste das Bauwerk nochmals um fünf Zentimeter angehoben werden, damit die Transportschienen entfernt werden konnten. Anschließende Betonierungsarbeiten an den Aussparungen sichern die Standfestigkeit der Überführung.

Fertigteile bereit

Dieselbe Technik findet auch an der Brücke beim Freibad Anwendung, während die Zufahrt zum Sportplatz mit vorgefertigten Teilen erneuert wird. Für die Unterführung am Bahnhof Etzelwang, Zugang zum Bahnsteig in Richtung Neukirchen, stehen Fertigteile bereit.

Um diese schwergewichtige Präzisionsarbeit an den fünf Brücken durchführen zu können, mussten die darüber führenden Gleise entfernt werden. Die Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen Neukirchen und Hartmannshof gleicht die Bahn deshalb zur Zeit mit Bussen aus.
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