Landesliga-Spitzenspiel eine klare Sache für den Meister - Etzenrichter Wendl früh vom Platz
SpVgg SV Weiden dominiert Derby

Der Weidener Johannes Kohl (links) bremst den Vorwärtsdrang von Christian Graf (SV Etzenricht). Die SpVgg SV Weiden ließ im Derby keine Spannung aufkommen und gewann glatt mit 5:1. Bild: war
Lokales
Etzenricht
02.05.2013
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Im Gegensatz zu dem spannungsgeladenen Hinspiel bot sich der Rekordkulisse am Maifeiertag eine einseitige Partie: Die SpVgg SV Weiden dominierte das Derby beim SV Etzenricht selbstbewusst von der ersten Minute an und ließ die Platzherren nie richtig zur Entfaltung kommen. Der Endstand von 5:1 für den bereits fest stehenden Landesliga-Meister spiegelt die Kräfteverhältnisse wieder.

Dabei spielten die beiden schnell erzielten Tore dem Meisterteam in die Karten. Verunsichert und zaghaft wie noch nie in der laufenden Serie beschränkte sich der SVE nach dem Rückstand auf Defensivarbeit, stand 90 Minuten unter Druck. Immerhin war es am 34. Spieltag erst die zweite Etzenrichter Heimniederlage, zuvor hatte die Mannschaft lediglich zehn Gegentreffer auf eigenem Platz kassiert. Dies wertet die Leistung des Bayernliga-Aufsteigers um so mehr auf.

"Spätestens die Rote Karte für Robert Wendl hat uns den Zahn gezogen. Die Weidener waren heute mit ihrer ganzen Qualität präsent", kommentierte SVE-Trainer Faruk Maloku Leistung des Gegners anerkennend. Sein Gegenüber Christian Stadler war natürlich hoch zufrieden an seiner alten Wirkungsstätte: "Ich bin überzeugt, dass wir auch ohne Rot gewonnen hätten. Meine Spieler waren von Beginn an konzentriert und zielstrebig bei der Sache, kurzum, sie haben eine Klasseleistung abgerufen."

Mit einem "Kunstschuss", einer direkt verwandelten Ecke, brachte Michael Riester den Tabellenführer in Front. Ins Taumeln geriet der gastgebende Sportverein spätestens nach dem Platzverweis von Abwehrchef Robert Wendl. Schiri Eduard Beitinger zückte wohl zu Recht den Karton, nachdem Wendl als letzter Mann Chrsitoph Hegenbart regelwidrig ausgebremst hatte. Der Gefoulte trat selbst zur Ausführung an und vollstreckte den Elfmeter sicher.
Bei Überzahl ließen die Gäste den Ball zirkulieren, warteten geduldig auf die sich bietenden Lücken in der SV-Abwehrkette. Sven Kopp wurde nach einem Fehlpass des SV und der folgenden Kombination frei gespielt und erhöhte mühelos zum 0:3. Locker und leicht herausgespielt erschien auch Ralf Egeters Treffer zum Pausenresultat. Erst in der 45. Minute kam der SVE zu einer guten Chance, als Weidens Abwehr-Crack Benjamin Scheidler den Etzenrichter Stefan Graf an der Strafraumkante aushebelte. Der folgende "Schumi-Freistoß" driftete am Tor vorbei.

Wie ein Trainingsspiel

Die zweite Hälfte ähnelte dann eher einem Trainingsspiel. Stadler schöpfte sein komplettes Wechselkontingent aus, seine Mannschaft war auf Ballsicherheit bedacht, bestimmte das Tempo. Viele gute Aktionen liefen über den Etzenrichter im Weidener Dress, Klaus Herrmann. Die Maloku-Elf bemühte sich redlich und konnte auch den einen oder anderen guten Konter fahren. Das Entstehen des 1:4 ermöglichte ein raffiniert ausgeführter Freistoß. Eine Kopfballvorlage vom zweiten Pfosten landete bei Schumacher und dieser war mit der Stirn zur Stelle. Für Dominik Forster gab es keine Abwehrchance. Die zweite gute Aktion des SVE ging auf die Kappe von Michael Dietl. Er tankte sich über die linke Seite durch, seinem Antritt folgte aus vollem Lauf ein Lattenknaller. Mehrmals vereitelte Thomas Prölß mit Reflexen gegen den torgefährlichen Egeter ein weiteres Gegentor. Dessen 18-Meter-Schuss eine Viertelstunde vor Schluss konnte er nur kurz abwehren und Weidens Hegenbart stellte das Endresultat sicher.

Nebeneffekt und bittere Pille für den SV ist die für Robert Wendl zu erwartende Sperre, nachdem mit Niko Becker, Christian Luff, André Biermeier am Mittwoch gesetzte Stammspieler verletzt ausfielen.
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