SPD will Zupflastern Etzenrichts verhindern - Zu viele Kandidaten auf den Listen
Wahlplakatierung einschränken

Willy Koegst (hinten, Mitte) ist weiterhin Vorsitzender der SPD. Er kann auf die Mitarbeit eines bewährten Teams bauen und bereitet in den kommenden Wochen eine Bewerberliste für die Kommunalwahlen 2014 vor. Wenn es nach ihm geht, dann wird in der Ortschaft auf eine aufwendige Plakatierung verzichtet. Bild: war
Lokales
Etzenricht
22.04.2013
5
0

In der Jahreshauptversammlung bestätigten die Sozialdemokraten ihre Führungsspitze. Willi Koegst bleibt Vorsitzender. Kleine Veränderungen und Ergänzungen gab es bei den Beisitzern.

Zunächst blickte Koegst auf die Bürgermeisterwahl zurück. "Es ist uns schwer gefallen, in der Kürze der Zeit einen Kandidaten zu nominieren. Richtig war unsere Entscheidung, keine Wahlempfehlung zu geben", resümierte er.

Gescheitert sei der von der SPD angestoßene Versuch, die Listenbewerber der Parteien von 24 auf 12 zu reduzieren. "Während die UPW ihr Einverständnis signalisiert hatte, beharrte die CSU auf 24. Die Anzahl von 72 Kandidaten halte ich für unsere kleine Ortschaft für nicht angemessen", kritisierte Koegst. Er sei inzwischen dabei, mit den Bewerbern für die SPD-Liste zu sprechen und hoffe, dass die Basis der letzten Kommunalwahl wieder mitzieht. Festhalten wollen Vorstand und Fraktion an dem Bestreben, das "Zupflastern des Ortsbildes" durch Wahlplakatierungen einzudämmen. "Drei oder vier Plakatwände für die drei im Rat präsenten Parteien sind genug. Die Fraktion wird für die nächste Sitzung einen entsprechenden Antrag ausarbeiten". Wegen der Erkrankung des Fraktionsvorsitzenden Rudolf Teichmann übernahm Koegst auch den Bericht aus dem Gemeinderat. "Ich bemühe mich, in der Gemeinde präsent zu sein und möglichst viele Termine wahrzunehmen", beendete er seine Ausführungen.
Schatzmeister Robert Uschold berichtete von einem soliden Kassenbestand, der Mitgliederstand beläuft sich auf 56. Die Aktionen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), aufgezählt von Vorsitzender Sonja Ullamann, konzentrierten sich auf Aktivitäten für Kinder und Jugendliche.

In der Aussprache kritisierte Herbert Dorner, dass Dreiviertel der dem Ortsverein bleibenden Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen an die SPD als Wahlkampfbeitrag abgeführt wurden. Mit einem humorvollen Unterton bezeichnete sich Walter Voß als Quotenopfer. Er hatte bei der Wahl für die Nominierungskonferenz zur Kommunalwahl zwar fast doppelt so viele Stimmen wie seine weibliche Mitbewerberin erhalten. Laut Satzung ging der Platz aber dennoch an eine Frau. Er sei auf die "Ersatzbank" gesetzt worden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.