25.08.2014 - 00:00 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

Vorerst aus der Gefahrenzone - Mit starkem Willen zum 2:0-Heimsieg gegen den ASV Cham Etzenricht verschafft sich etwas Luft

Das 2:0 des SV Etzenricht war aufgrund der Entwicklung beider Teams in den letzten Wochen nicht unbedingt zu erwarten. Beim ASV Cham hatte sich nach zwei Siegen in Folge ein Aufwärtstrend eingestellt, die Gastgeber waren nach zwei Unentschieden und der bitteren Niederlage beim Tabellenletzten Deggendorf dreifach sieglos.

Mehr Konsequenz im Strafraum verhalf dem SV Etzenricht zu einem 2:0-Heimsieg gegen den ASV Cham. Hier schnappt sich SV-Torwart Michael Heisig das Leder vor dem einschussbereiten Chamer Josef Holler. Der vorbildlich arbeitende Abwehrchef Tobias Plößner dreht ab, hinten Andreas Mark. Bild: war
von Autor WARProfil

"Wir haben uns für heute ein anderes Ziel gesetzt, leider selbst kein Tor markieren können und zwei vermeidbare kassiert", äußerte sich ASV-Trainer Uwe Mißlinger daher enttäuscht über das Resultat. Seine Mannschaft nahm gefühlt zwei Drittel Spielanteile für sich in Anspruch, fand rasch ihren Rhythmus und kombinierte sicherer als die Gastgeber. Das Manko: Nur bis auf Höhe des Strafraumes. Über 90 Minuten kam die Elf um Spielführer Christian Ranzinger zu keiner kapitalen Torchance. Bezeichnend, dass der Chamer Einwechselspieler Daniel Schmaderer sieben Minuten vor dem Abpfiff die beste Ausgleichschance bekam, aber seine Direktabnahme zu hastig über den Querbalken setzte.

Starke Abwehrleistung

Dieser "Dreier" für den SV Etzenricht geht primär auf das Konto konsequenter Arbeit im defensiven Mittelfeld und in der Vierer-Abwehrkette um den am Samstag überragenden Tobias Plössner. Das zweite Plus der Gastgeber war der Wille, bei beiderseits wenigen Chancen den Abschluss zu suchen und Fehler der Chamer Deckung herauszufordern. "Ich bin glücklich über diesen Sieg für unsere Fans. Die Wettquoten waren während der Woche nach Verletzungen und keinem normalen Trainingsbetrieb nicht auf unserer Seite, Cham befand sich dagegen im Aufwind", sagte SVE-Trainer Bernd Rast. Er ergänzte: "Die Mannschaft hat alles investiert, was in ihr steckt, wollte mehr als der Gegner und das gab den Ausschlag". Mißlinger bestätigte den mentalen Unterschied mit dem Satz, "Wir sind zu unstabil, wenn es eng wird. Es fehlt daran, dass jemand das Heft in die Hand nimmt".

Eng wurde es für seinen ASV Cham ab der 67. Minute, als Thomas Schärtl konsequent den Abschluss suchte. Fast aus der Verlegenheit heraus und mit Hilfe des Oberschenkels von ASV-Spieler Simon Schreiner wurde der abgefälschte Schuss zur unerreichbaren Bogenlampe für Torhüter Andreas Lengsfeld. Und der SV blieb am Drücker. Nach einem Solo über die Grundline konnte Johannes Heidel nur durch ein Foul gebremst werden. Den ersten "Matchball" vergab Andreas Müller, er hämmerte den Elfer an den Querbalken. Alles klar machte dann Joker Johannes Pötzl. In Mittelstürmerposition am Elfmeterpunkt hob er das Spielgerät über den Schlussmann.

Vor der Pause beschränkte sich die Partie auf das Mittelfeld, Cham spielte gefälliger, bei der Rast-Elf fehlte die Passgenauigkeit beim Umschaltspiel in Richtung Offensive. Aufregend in dieser Sequenz waren zwei Szenen: Martin Pasieka ließ mit einem Spannschuss aus 15 Metern an die Unterkante die Latte beben (31.). In der 35. Minute versetzte ein Zweikampf des Chamer Christian Ranzinger mit dem durchgebrochenen Thoams Schärtl in Aufregung. Schiri Schmitt ließ weiterspielen, bei einem Pfiff wäre die Rote Karte fällig gewesen, denn der Gästespieler bremste den Stürmer als letzter Mann aus.

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