Gemeinde verabschiedet 4,2-Millionen-Euro-Haushalt
Feuerwehrauto für 350 000 Euro

Politik
Etzenricht
23.03.2018
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Der von Kämmerer Christian Wirth vorgestellte Haushaltsplan für das laufende Jahr lässt keine Fragen offen. "Die Gemeinde steht finanziell gut da", erklärte Bürgermeister Martin Schregelmann. Schon die rechnerische Pro-Kopf-Verschuldung von 227,97 Euro je Einwohner sei deutlich niedriger als in anderen Gemeinden. Der Landesdurchschnitt liege bei über 500 Euro.

Die im November beschlossene Anhebung der Grundsteuer von 280 auf 300 Prozent wurde erneut befürwortet. Die Gemeinde sei mit diesem Satz unter dem anderer Ortschaften. "Man beachte auch, dass die Steuereinahmen einen wichtigen Bestandteil der Gemeindefinanzierung darstellen", sagte der Kämmerer. Das Haushaltsvolumen umfasst 4,2 Millionen. Das sei zwar geringer als im Vorjahr, zeige aber: "Investitionen in die Zukunft sind nötig."

Geld für Schule

In der Kostenaufstellung sind nicht nur die üblichen Personal- und Unterhaltskosten in der Kinder- und Jugendarbeit zu finden. Auch die Sanierungen und Anschaffungen für Turn- und Spielgeräte, die Umrüstung auf energiesparende LED-Beleuchtung in der Schule sowie die Kosten für die Sanierungen der Schule schlagen zu Buche.

Auch Geld für eine neue Kleinkindschaukel für den Spielplatz "Am Wassergraben" ist enthalten. Bei der Feuerwehr plant die Gemeinde mehr als Aus- und Weiterbildungskosten. Das Löschgruppenfahrzeug LF-20 für gut 350 000 Euro soll bei der Brandbekämpfung eingesetzt werden.

Weiterhin sind vorbereitend für die 750-Jahr-Feier im Jahr 2020 Investitionen in die Heimatpflege geplant. Deshalb soll eine Ortschronik erstellt werden. Auch die 50-jährige Patenschaft mit dem Ort Algund in Südtirol wird weiter gefördert.

Dorfplatz abschließen

An der Infrastruktur wird nicht gespart. Neben dem Erhalten und Pflegen der Grünanlagen soll die Umgestaltung des Dorfplatzes 2018 abgeschlossen werden. Bei den Straßen werden nicht nur die gemeindlichen Pflichtaufgaben erfüllt. Auch in diesem Jahr sollen weitere Lampen auf moderne LED-Leuchten umgestellt werden. Diese Maßnahmen sollen die Wohn- und Lebensqualität erhöhen und die Energiekosten senken.

"Aufgrund der Gewerbesteuerveranlagungen und anderer ungewissen Komponenten in der Planung muss mit Rücklagen sparsam umgegangen werden", erklärt Kämmerer Wirth. Neben den Pflichtausgaben der Gemeinde seien aber die Bürger das höchste Gut.
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