Etzenrichts 2:3-Pleite schon zur Pause fix
Fünf Tore in einer Halbzeit

Der beste Mann des FC Sturm Hauzenberg, der Ex-Weidener Alexander Geiger (Mitte), war auch von SV-Keeper Luca Wittmann (rechts) nur schwer zu stoppen. Bild: war
Sport
Etzenricht
27.08.2017
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Theoretisch hätte Schiedsrichter Kai Hofmann dem Publikum den zweiten Durchgang ersparen können. Das Duell des SV Etzenricht mit dem FC Sturm Hauzenberg war bereits nach 45 Minuten entschieden.

Der Ex-Weidener und Sturm-Spielertrainer Alexander Geiger hatte bei der Pressekonferenz die bessere Position für sich, denn ein Mammutprogramm mit acht Spielen in vier Wochen brachte am Ende zwei Erfolgserlebnisse mit sich. Am Dienstag boxte seine Elf mit 4:2 den hochfavorisierten Regionalligisten SV Schalding-Heining aus dem Pokalwettbewerb, am Samstag reichte ein Tor weniger, um den SV Etzenricht in Schach zu halten.

Der Schwerpunkt der Partie lag nicht nur wegen der Tore auf dem ersten Abschnitt, nach dem Wechsel konzentrierten sich die Gäste darauf, die knappe "Führung heimzumauern", wie es der Trainer formulierte. "Ein Sieg der Moral, jeder hat heute alles gegeben", lobte Geiger, der auch auf dem Platz Torschütze sowie Dreh- und Angelpunkt beim FC war. "Beide Defensiven waren in der ersten Halbzeit nicht im Bilde, die Gegentreffer fielen nach eigenen Fehlern", sagte der Gäste-Coach. Darin war er sich auch mit seinem Etzenrichter Gegenüber Michael Rösch einig. "Extrem ärgerlich, drei Geschenke dürfen wir in der Liga nicht verteilen, die Niederlage haben wir uns zu 100 Prozent selbst zuzuschreiben", übte er Kritik an seiner Truppe. Rösch monierte Kommunikationsprobleme und individuelle Fehlern. Die Moral und der läuferische Aufwand hätten, im Gegensatz zum schwachen Auftritt in Raigering, aber wieder gepasst.

Frühe SV-Führung

Dabei lief es für den SV anfänglich ganz nach Wunsch: Spielführer Stephan Herrmann legte mit einem Heber das 1:0 vor. Der FC antwortete prompt und SV-Schlussmann Luca Wittmann (16.) verhinderte mit einer Blitzreaktion gegen Geiger den Ausgleich. Ein Fehlpass ohne Bedrängnis im Mittelfeld machte den Weg zum Ausgleich frei. Maximilian Zillner legte in aller Ruhe quer und Geiger drückte den Ball über die Linie. Sturms Sebastian Raml profitierte beim 1:2 von einem Missverständnis der Heimelf.

Aufholjagd erfolglos

Die Rösch-Elf hielt jedoch dagegen, und die Hartnäckigkeit von Johannes Pötzl im gegnerischen Strafraum zahlte sich einmal mehr aus: Im zweiten Versuch traf der Stürmer zum Ausgleich. Als sich FC-Torhüter Michael Hellauer verschätzte (41.) landete ein hoher Ball von Stephan Herrmann am Aluminium. Auf einfache Mittel griffen die Niederbayern beim entscheidenden Treffer zurück. Ein aus der eigenen Hälfte steil gespielter Freistoß landete präzise im Laufweg von Alexander Starkl. Dieser setzte sich im Laufduell durch und überwand mit einem tollen Heber SV-Keeper Wittmann.

Die Etzenrichter Aufholjagd wurde nicht belohnt, auch wenn sich der Druck nach der Einwechslung von Andreas Koppmann über die rechte Seite erhöhte. Einige heikle Strafraumszenen blieben ohne Ertrag. Die Kicker vom Staffelberg retteten die Führung clever und routiniert über die Zeit. Der FC kam mit einem tollen Solo samt Drehschuss von Geiger und einem Entlastungsangriff durch Alexander Kotlik selbst noch zu zwei guten Chancen.

SV Etzenricht: Wittmann, Graßl, König, Göbl (51. Koppmann), Nürnberger, Ibrahim Devrilen, Herrmann, Weihermüller (68. Pasieka), Jurek, Pötzl, Dietl (85. Oktay Devrilen)

FC Sturm Hauzenberg: Hellauer, Gastinger (57. Sinani), Knödlseder, Schäffner, Kotlik, Raml, Manzenberger (69. Ranzinger), Robert Zillner, Max Zillner (58. Hirz), Geiger, Starkl

Tore: 1:0 (14.) Stephan Herrmann, 1:1 (27.) Alexander Geiger, 1:2 (35.) Sebastian Raml, 2:2 (38.) Johannes Pötzl, 2:3 (45.) Alexander Starkl - SR: Kai Hofmann (Röthenbach/Pegnitz) - Zuschauer: 228
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