17.04.2017 - 22:42 Uhr
EtzenrichtSport

Fußball Etzenricht siegt weiter

Es ist der dritte Sieg in Folge. Damit unternimmt der SV Etzenricht einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Landesliga Mitte.

Der SV Etzenricht steigerte sich nach dem Wechsel erheblich und entwickelte weit mehr Offensivstärke als der vor der Pause besser disponierte TSV Seebach. Andreas Schimmerer (blau) hatte mehrmals den Führungstreffer nach Zweikämpfen mit Pavel Krejci auf dem Fuß. Bild: war
von Autor WARProfil

Mit einer Energieleistung und wieder einmal in Unterzahl holte der SV Etzenricht gegen die punktgleich angereisten Seebacher einen wichtigen und verdienten 2:1-Sieg.

Die Partie war nichts für die Fußball-Ästheten im Publikum, zu sehr lastete der Druck auf beiden Teams und das kämpferische Element dominierte. Der Auftakt war furios: Einzelne SVE-Verteidiger waren noch nicht richtig bei der Sache und es schepperte im Kasten von Michael Heisig. Der erste Seebacher Versuch wurde geblockt, gegen den aus dem Rückraum kommenden Nachschuss von Thomas Lösl gab es kein Mittel. Die Antwort folgte prompt. Maximilian Geber assistierte mit einem genau getimten Steilpass in den Laufweg von Martin Pasieka und dieser bedankte sich cool mit seinem 18. Saisontreffer.

Es folgte jede Menge Leerlauf. Die besseren Gelegenheiten bis zur Pause hatten die Niederbayern. Zweimal war Heisig in Eins-zu-Eins-Situationen gefordert. TSVler Christoph Beck (27.) und sein Kollege Markus Drexler (44.) konnten sich von der Nervenstärke des SV-Keepers überzeugen. TSV-Coach Thomas Prebeck war stinksauer darüber, dass seine Elf ein Spiel, welches sie im ersten Durchgang im Griff hatte, aus der Hand gab. "Wir hatten mehr vom Spiel, es fehlte das zweite Tor", sagte er.

"Benjamin König kann ich keinen Vorwurf machen. Mit dem Rempler hat er auf andere Fehler reagieren müssen", sagte SV-Trainer Michael Rösch zur Roten Karten, die sich der Abwehrspieler nach knapp einer Stunde einhandelte. So kurios es klingt, der SVE spielte dezimiert eine Klasse besser, hielt das Tempo hoch, steigerte die Präzision und wirkte zielstrebig. "Der Platzverweis hat sich nicht ausgewirkt. Wir haben keine Chancen mehr herausgespielt, ein Wahnsinn, wie sich unsere angeblichen Führungsspieler lustlos und ohne Eigeninitiative gezeigt haben", wetterte Gästetrainer Prebeck.

Die Angriffe rollten fortan in Richtung TSV-Tor. Zweimal (73./77.) hatte Andreas Schimmerer die Entscheidung auf dem Fuß, wurde in letzter Sekunde attackiert und das Publikum forderte Elfmeter. Das energische Nachsetzen in Strafraumnähe lohnte sich schließlich. "Einen Fifty-Fifty-Ball" nannte Rösch die entscheidende Szene, als Kapitän Stephan Herrmann in den Strafraum kreuzte und den Ball unhaltbar für TSV-Torhüter Christian Wloch unter die Latte hämmerte.

Riesenbeifall gab es am Ende für die Einwechslung von Klaus Moucha, der sich vor rund einem Jahr schwer verletzt hatte. Bedauerlich war die augenscheinlich wohl nachhaltige Verletzung, die sich Gästespieler Marco Thurnherr ohne Körperkontakt mit einem Gegenspieler Anfang der zweiten Hälfte zuzog.

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