Fußball
Hutthurmer Effizienz entscheidet

Vier Siege hatte der SV Etzenricht in den letzten Direktvergleichen mit dem SV Hutthurm eingefahren. Am Dienstag setzte es aber eine Heimniederlage. Hutthurm nutzte seine Chancen unmittelbar nach dem Seitenwechsel und stand kompakt in der Abwehr. Johannes Pötzl (links) sorgte für einen der beiden Etzenrichter Treffer. Bild: war
Sport
Etzenricht
15.08.2017
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Der SV Etzenricht geht nach drei Siegen in Folge wieder als Verlierer vom Platz. Die 2:4-Heimniederlage gegen den SV Hutthurm ist die zweite in der laufenden Landesligasaison.

Den Ausschlag gaben die Anfangsminuten des zweiten Spielabschnitts, bei den drei Gegentreffern bis zur 60. Minuten war die Abwehr der Rösch-Truppe einfach schlecht sortiert.

"Es gibt kein verdient oder unverdient. Wir sind in der Summe effizienter mit unseren Chancen umgegangen als Etzenricht. Dieser schöne Tag freut mich um so mehr, da wir zuletzt eine rabenschwarze Statistik in diesem Duell hatten", meinte der junge Gäste-Spielertrainer Dominik Schwarz nach dem Schlusspfiff. Nach zwei Niederlagen in Folge, allerdings gegen die beiden Regensburger Topfavoriten Jahn II und Fortuna, sieht er seine Elf wieder im Soll.

Die erste Hälfte verlief völlig ausgeglichen. Beide Teams störten früh, die Aktionen liefen fernab der Strafraumzonen ab. Die beste Gelegenheit ließ Etzenrichts Kapitän Stephan Herrmann vor der Pause (38. Minute) liegen. Er wurde vom couragierten Abwehrmanöver des Hutthurmer Schlussmanns Tobias Huber mit Glück und Können um den Torjubel gebracht, der Ball trudelte um Zentimeter am Pfosten vorbei. Wenige Minuten später war Huber erneut auf der Hut, reagierte nach einem tollen Solo von André Klahn mit Übersicht und fischte Matze Dietl den Nachschussversuch von der Stiefelspitze.

Der Führungstreffer der Gäste fiel über eine flach ausgeführte, an Freund und Feind vorbei segelnde Ecke: Florian Lorenz lauerte am zweiten Pfosten und schoss ein.

Auch der Etzenrichter Coach Michael Rösch nutzte den Begriff "Effektivität", als er die spielentscheidende Phase nach dem Seitentausch aufarbeitete. "Hutthurm war ein Stück weit bissiger und hat von fünf oder sechs Gelegenheiten die meisten eiskalt genutzt. Wir haben die eigenen Ansprüche leider nicht erfüllt".

Von der Bank aus reagierte der Trainer, stellte auf zwei "Zehner" um und änderte die Deckung auf eine Dreierkette. Kollege Schwarz hatte aber das richtige Händchen, sein "Joker" Kesten traf doppelt, nach einem Solo mit abschließendem Flachschuss und per Kopf nach einem clever über rechts inszenierten Angriff. Zuvor hatte Patrick Slodarz beim ersten Angriff nach Wiederanpfiff eine Verwirrung in der auf Abseits spielenden SVE-Abwehr ausgenutzt und dem Match den wohl entscheidenden Impuls zum Vorteil der Gästeelf gegeben.

"Etzenricht hat das Gesicht gewahrt und einmal mehr gezeigt, dass ein Aufgeben nie infrage kommt", gab Schwarz der Heimelf als Kompliment mit. Am Ende reichte es nur noch zu zwei Lebenszeichen. Johannes Pötzl hechtete in eine mit Effet in den Strafraum gezogene Flanke von Klahn und Spielführer Herrmann setzte sich bei seinem zum Endstand führenden Tor energisch gegen mehrere Gegenspieler durch. "Was wir geboten haben, war einfach zu wenig. Hutthurm hat alles reingehauen und das machte den Unterschied aus", drückte SV-Abteilungsleiter Manfred Herrmann sein Fazit aus.

SV Etzenricht: Schreglmann, Paulus, Weihermüller (58. Geber), Graßl, Ibrahim Devrilen (77. Nürnberger), Herrmann, Dietl, Pötzl, Göbl (67. Pasieka), Klahn, Jurek

SV Hutthurm: Huber, Gerhartinger (69. Weber), Schätzl, Bartl, Eglhofer, Resch, Stockinger (66. Streifinger), Neunteufel, Obermeier (46. Kesten), Lorenz, Slodarz

Tore: 0:1 (23.) Florian Lorenz, 0:2 (46.) Patrick Slodarz, 0:3/0:4 (49./60.) Manuel Kesten, 1:3 (64.) Johannes Pötzl, 2:4 (86.) Stephan Herrmann - SR: Fabian Zimmermannn (Lauf) - Zuschauer: 250

Es gibt kein verdient oder unverdient. Wir sind in der Summe effizienter mit unseren Chancen umgegangen als Etzenricht.Dominik Schwarz, Spielertrainer des SV Hutthurm
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