17.11.2017 - 20:00 Uhr
EtzenrichtSport

Fußball Landesliga Mitte Analyse nach Donaustauf

Am letzten Spieltag vor der Winterpause geht es für den SV Etzenricht zum SV Donaustauf. Dieses Spiel kommt für die Rösch-Elf zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt.

Kein Land sahen die Etzenrichter Spieler (rechts Martin Pasieka) beim 1:7 gegen den 1. FC Bad Kötzting. Im letzten Spiel vor der Winterpause ist der SVE beim SV Donaustauf krasser Außenseiter. Bild: G. Büttner
von Redaktion OnetzProfil

Zum einen fallen einige Stammspieler aus und zum anderen läuft es derzeit beim Tabellenelften gar nicht rund. Nach der 1:7-Klatsche am letzten Spieltag auf eigenem Terrain gegen den Mitkonkurrenten 1. FC Bad Kötzting purzeln die Etzenrichter langsam Richtung Relegationsplätze.

Der SV Donaustauf hatte seine Krise bereits zu Beginn der Saison. Nach einem schlechten Start und ausgerechnet nach der 0:3-Hinspielniederlage auf der Siegfried-Merkel-Anlage sah sich der Meisterschaftsfavorit gezwungen, den wohl erfolgreichsten Amateurtrainer Bayerns, Karsten Wettberg, zu entlassen. Man setzte mit Spielertrainer Andreas Vilsmaier fortan auf eine interne Lösung. Das Personalbeben ging aber noch viel weiter. So löste der sportliche Leiter Mario Stieglmair seinen Vertrag auf. Die Spieler Hanke und Probst wechselten noch im August den Verein und Ex-Profi Lengsfeld hängte gesundheitlich bedingt seine Torwarthandschuhe an den berühmten Nagel. Das komplette Konzept der aus dem Hauptverein ausgegliederten Gesellschaft wurde überarbeitet. Fortan will der SV Donaustauf auf junge, talentierte Spieler aus dem Umland setzen. Ein Aufstieg in die Bayernliga ist nicht mehr zwingend notwendig.

Für die Partie an diesem Samstag zählt aber für den Gastgeber nur ein Sieg gegen einen angeschlagenen Gegner. Da man am letzten Spieltag bei Fortuna Regensburg nicht spielen konnte, dürfte die Vilsmaier-Elf hochmotiviert zu Werke gehen. Herzstück des Teams ist sicherlich die Offensive. Mit Nikola Vasilic (14 Tore), Josip Juricek (7) und Wemerson Souza dos Santos (6) kommen drei Spieler (insgesamt 28) auf fast auf so viele Treffer wie der gesamte Etzenrichter Kader (29). Zudem muss Vorlagengeber Tomas Jun (16 Assists) aus dem Spiel genommen werden, um in Donaustauf bestehen zu können.

In Etzenricht behält man nach der neuerlichen und bitteren Niederlage noch die Ruhe. "Natürlich sind wir mit der Punktausbeute und den Leistungen der letzten Wochen, insbesondere bei den Heimspielen, nicht zufrieden. Wir wissen, dass solche Spiele aufgrund der fehlenden Erfahrung im Kader vorkommen können", sagt sportlicher Leiter Markus Hofbauer. "Wir werden alles in der Winterpause analysieren und intern aufarbeiten." Beim Boxen seien "angeschlagene Gegner" aber immer die gefährlichsten, fügte Hofbauer bezugnehmend auf die Partie in Donaustauf hinzu.

Trainer Michael Rösch muss auf Geber, Klahn und Moucha verzichten. Nürnberger konnte diese Woche nur Lauftraining absolvieren. Sein Einsatz ist mehr als fraglich.

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