Fußball Landesliga Mitte
SV Etzenricht völlig chancenlos

Eine Szene mit Seltenheitswert: Stephan Herrmann (rechts) versucht, mit einem Schuss das Waldkirchener Tor in Verlegenheit zu bringen. Aber vergeblich. Der SVE arbeitete sich bei der 0:2-Niederlage über 90 Minuten keine echte Torchance heraus. Bild: Büttner
Sport
Etzenricht
15.10.2017
62
0

Das Kirchweihspiel hat sich der SV Etzenricht sicherlich anders vorgestellt. Gegen den Tabellenzweiten TSV Waldkirchen ziehen die Blau-Schwarzen völlig berechtigt den Kürzeren.

Selten war der SVE in einem Heimspiel so chancenlos unterlegen. Der in dieser Saison frech und munter aufspielende TSV Waldkirchen behielt dank zweier Tore nach dem Wechsel verdient mit 2:0 die Oberhand.

Die Etzenrichter mussten auf den beruflich verhinderten Trainer Michael Rösch verzichten sowie den kranken Max Geber und den verletzten Martin Pasieka ersetzen. Diese Nachteile wollten sie mit Laufbereitschaft und aggressivem Zweikampfverhalten wettmachen. Aber Pustekuchen, dieser Plan ging nicht auf. Ab der ersten Minute merkten die zahlreichen Zuschauer, wer Herr im Haus war. Und das waren die Gäste aus Waldkirchen.

Taktisch gut eingestellt von Trainer Anton Autengruber diktierten die Niederbayern sofort das Geschehen. Der TSV war läuferisch und technisch überlegen. Hätten die Gäste ihre erste tausendprozentige Torchance in der 8. Minute genutzt, als Krenn den Ball freistehend aus drei Metern über das Tor knallte, wäre die Messe wohl schon früh gelesen gewesen. So retteten sich die Etzenrichter torlos in die Halbzeit ohne selbst eine nennenswerte Tormöglichkeit gehabt zu haben.

Im zweiten Spielabschnitt zeigten die Gäste, was in ihnen steckt. Immer wieder angetrieben von Spielgestalter Josef Krieg, eroberten sie in den Zweikämpfen die Kugel und kamen ein ums andere Mal zum Torabschluss. Es war nur eine Frage der Zeit, bis es im von Luca Wittmann gut gehüteten Tor einschlug. In der 53. Minute war es dann soweit, als Schauberger auf links alleine gelassen wurde und er die Pille flach ins lange Eck ungehindert einschob.

Die Gastgeber blieben auch nach dem Rückstand harmlos. In Ehrfurcht erstarrt und im Wissen, dass die Gäste wohl zu stark waren an diesen Tag, gab es kein Aufbäumen. Stattdessen setzte Zierler nach einer tollen Kombination das Runde ins Eckige. Das war die Entscheidung in einer einseitiger Begegnung. Nach dem 2:0 schalteten die Gäste einen Gang zurück und überließen den Etzenrichtern das Mittelfeld, aber ohne in Gefahr zu geraten. Ohne eine klare Torchance der Heimelf endete die Partie 0:2.

"Man ist immer so stark, wie der Gegner es zulässt", würdigte bei den Gastgebern der sportliche Leiter Markus Hofbauer die Leistung des Siegerteams. Sichtlich zufrieden bescheinigte TSV-Trainer Anton Autengruber seinem Team eine "mehr als ordentliche Leistung. So einen Tag in Etzenricht erwischt man nicht alle Tage." Der SVE wird es in dieser Verfassung schwer haben, die kommenden Aufgaben gegen den TSV Bad Abbach und den SC Ettmannsdorf zu bewältigen.

SV Etzenricht: Wittmann, Paulus, Nürnberger, Grassl, Koppmann, Jurek, Herrmann, I. Devrilen, Pötzl, Dietl (70. O. Devrilen), Klahn (59. Göbl)

TSV Waldkirchen: Boxleitner, Rodler, Neuwirth, Schauberger (84. Autengruber) , Karlsdorfer (89. Diarra), Zierler (75. Moser), Krenn, J. Krieg, M. Krieg, Galle, Schmöller

Tore: 0:1 (53.) Simon Schauberger, 0:2 (62.) Rudi Zierler - SR: Andreas Voll (TSV Kelbachgrund) - Zuschauer: 250

Man ist immer so stark, wie der Gegner es zulässt.Markus Hofbauer, sportlicher Leiter des SV Etzenricht
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.