05.04.2017 - 22:32 Uhr
EtzenrichtSport

Landesliga Mitte Erfolgserlebnis für Etzenricht

Ausgerechnet gegen den Angstgegner aus Bad Abbach landet der SV Etzenricht den ersten Sieg nach der Winterpause. Die Rösch-Elf steckt sogar einen späten Ausgleich noch gut weg.

von Autor WARProfil

Endlich wieder ein Erfolgserlebnis für den SV Etzenricht auf dem Siegfried-Merkel-Sportplatz: Bei eintretender Dämmerung leuchtete das 3:1 auf der Anzeigentafel. Und wieder erforderte die Schlussviertelstunde ein solides Nervenkostüm von den einheimischen Fans. SV-Abteilungsleiter Manfred Herrmann war nach dem Vollerfolg gegen den erklärten Angstgegner happy: "So einen Sieg haben wir gebraucht, unsere Jungs haben alles in die Partie reingehauen. Der Knackpunkt war, dass die Spieler nach dem 1:1 die Köpfe nicht hängen haben lassen und der unbedingte Wille machte das Resultat noch möglich."

Mit dem Selbstbewusstsein aus den beiden Auswärtssiegen sah das Publikum eine starke Gästemannschaft, die von Beginn an versuchte, das Heft in die Hand zu nehmen. Ohne Vorgeplänkel nahm die Partie hohes Tempo auf. Der Bad Abbacher Urban Wazlawik zeigte zwei Mal (4. und 11. Minute) seine Torgefährlichkeit. Auf der Gegenseite ließ sich Martin Pasieka (5.) beim Abschluss aus der Balance bringen, feuerte über die Latte.

Die Badstädter mussten eine Entscheidung des gut postierten Unparteiischen verdauen: Dominik Huber brachte Andreas Schimmerer sechs Meter vor dem Tor zu Fall, der Schiri zögerte nicht und zog die Rote Karte. Maximilian Geber übernahm die Verantwortung. Slobodan Arsic im TSV-Tor parierte zunächst, war aber gegen Gebers zweiten Versuch machtlos. An der Körpersprache der Wagner-Elf änderte sich nichts, sie wählte weiterhin eine offensive Ausrichtung. Unverändert ging es in den zweiten Durchgang: Bad Abbach blieb auf Augenhöhe, die Unterzahl wirkte sich nicht aus. "Die schnelle und dribbelstarke Abbacher Offensive hat unsere Abwehr das ein oder andere Mal in Verlegenheit gebracht", räumte Manfred Herrmann ein. Trainer Michael Rösch brachte erstmals nach Monaten Konstantin Graßl. Als der Eindruck entstand, die Gäste würden den Druck zurückfahren, kam der Ausgleich zustande: Bad Abbachs überragender Spieler Simon Sigl überlistete Michael Heisig clever mit einem Heber.

Mit einem kraftvollen Spurt über die linke Angriffsseite und gegen mehrere Abwehrspieler setzte sich Pasieka durch und legte präzise auf Andreas Schimmerer zurück. Schimmerer bewahrte Ruhe und schloss perfekt zur erneuten Führung ab. Noch einmal belagerten die TSVler das SVE-Tor. Die Situation schuf Platz für Konter und Johannes Pötzl nutze seine Joker-Rolle ideal: Er vollendete abgeklärt gegen zwei Verteidiger und den Schlussmann. Am Samstag geht der Kampf um den Klassenerhalt für den SV Etzenricht in Hutthurm weiter.

Die schnelle und dribbelstarke Abbacher Offensive hat unsere Abwehr das ein oder andere Mal in Verlegenheit gebracht.Manfred Herrmann

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