Landesliga Mitte
Etzenricht beißt sich oben fest

Johannes Pötzl (links) traf schon wieder. Gegen Donaustauf machte er das 2:0. Am Ende siegte der SV Etzenricht mit 3:0 gegen die Wettberg-Truppe und setzt sich in der Landesliga Mitte oben fest. Bild: war
Sport
Etzenricht
06.08.2017
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Damit war nun nicht zu rechnen: Der SV Etzenricht mischt in der Landesliga Mitte munter vorne mit. Der Gegner vom Samstag ist dagegen bisher eine Enttäuschung.

Der SV Etzenricht feierte am Samstag den dritten Sieg im dritten Heimspiel und hat sich mit 12 Zählern vorerst in der Spitzengruppe der Landesliga Mitte festgesetzt. Der Vorjahresvizemeister und auch für den aktuellen Wettbewerb hoch gehandelte SV Donaustauf bezog nach knappen Einbußen gegen den SSV Jahn II und Fortuna Regensburg sowie dem deutlichen 0:3 auf dem Siegfried-Merkel-Platz die dritte Niederlage in Folge.

SV-Trainer Michael Rösch hatte gegen den SV Donaustauf an der Taktik gefeilt, nicht nur sein Spielsystem gegenüber dem letzten Heimspiel umgebaut, sondern auch die Rotation innerhalb des Teams greifen lassen. Erstmals standen Andreas Weihermüller und Fabian Göbl in der Startelf, der leicht angeschlagene Torjäger Martin Pasieka nahm ebenfalls wie André Klahn als Joker auf der Bank.

Die Mannschaft überzeugte am Samstagnachmittag durch Geschlossenheit und Laufbereitschaft, einen Einzelspieler herauszuheben wäre unangebracht. "Ein überzeugender Erfolg, gegen einen ambitionierten Gegner, der in dieser Höhe völlig verdient ausfällt, auch weil heute die Vorgaben eins-zu-eins umgesetzt wurden, mit Leidenschaft, Kompaktheit und Fleiß im Team gearbeitet wurde", bilanzierte Trainer Michael Rösch.

Sein Gegenüber, Karsten Wettberg war natürlich alles andere als angetan vom Auftritt. Er sagte: "Unsere Leistung in der ersten Halbzeit war eine Katastrophe." Benachteiligt fühlte sich der Gästecoach auch von Schiedsrichter Maximilian Stöckl. Allgemein und konkret wegen des Platzverweises von SVD-Torjäger Nikolai Vasilic. Den als Beleidigung gewerteten Ausdruck hätte nicht der Spieler, sondern ein Zuschauer gebraucht. Zu diesem Zeitpunkt, es war über eine Stunde gespielt, war aber die Messe schon gelesen. Donaustauf spielte zu schablonenhaft, leistete sich zahlreiche Abspielfehler und generierte aus dem Spiel heraus nicht eine nennenswerte Torchance.

Schon der erste Angriff zeigte die Richtung vor, nach einem Steilpass und Kopfballvorlage von Stephan Herrmann stand Johannes Pötzl in vielversprechender Position im Abseits. Schnell stand SVD-Keeper Andreas Lengsfeld (5.) im Mittelpunkt, zeigte bei einem Volleyknaller von Weihermüller vom Strafraumeck abgegeben seine Extraklasse. Die folgende Ecke brachte die 1:0-Führung. Herrmanns auf den zweiten Pfosten gezogene Ecke verwertete Verteidiger Timo Nürnberger kraftvoll per Kopf. Beim 2:0 waren sich der Gästetorhüter und der beste "Staufer", Andreas Vilsmaier, uneinig. Pötzl ging energisch dazwischen und traf trotz Rettungsaktion von Lengsfeld zum 2:0. Auch nach der Pause dominierte der Platzverein die Partie, stand sicher und ließ nichts mehr zu.

Mit der Einwechselung von André Klahn hielt der SVE auch das Tempo in der Offensive hoch. Der schönste Spielzug mündete schließlich zum dritten Torjubel bei den Etzenrichter Fans. Klahns halbhoch abgelegten Ball knallte Kapitän Herrmann aus vollem Lauf ins Netz.

SV Etzenricht: Wittmann, Paulus, Weihermüller (61. Klahn), Ibrahim Devrilen (86. Dietl), Koppmann, Herrmann, Pötzl (79. Pasieka), Geber, Göbl, Nürnberger, Jurek

SV Donaustauf: Lengsfeld, Kowalczyk, Jobst, Dabo, Vilsmaier, Souza Dos Santos, Kirschner (40. Huber), Jun, Vasilic, Juricev (46. Sauerer), Sautner (66. Mendes Da Silva)

Tore: 1:0 (7.) Timo Nürnberger, 2:0 (18.) Johannes Pötzl), 3:0 (67.) Stephan Herrmann - SR: Maximilian Stöckl (Bad Steben) - Zuschauer: 350 - Rot: (62.) Nikola Vasilic (wegen Schiedsrichterbeleidigung)
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