Landesliga Mitte
SV Etzenricht vergisst das Toreschießen

Nicht per Kopf, sondern mit dem Fuß erzielte Maximilian Geber den zwischenzeitlichen Ausgleich für den SV Etzenricht. Beim Schlusspfiff hieß es jedoch 2:1 für den TSV Bad Abbach. Archivbild: A. Schwarzmeier
Sport
Etzenricht
22.10.2017
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Der SV Etzenricht steckt mitten im Abstiegskampf. Nach der Niederlage in Bad Abbach sind die Schwarz-Blauen seit fünf Spielen ohne Sieg.

In einer zuerst temporeichen und zum Schluss hektischen Partie verlor der SV Etzenricht beim TSV Bad Abbach mit 1:2 - aufgrund der zahlreichen eigenen Chancen unnötig.

Von Beginn an entwickelte sich ein ansehnliches und schnelles Spiel. Die Gästeelf hatte dabei den besseren Zug zum Tor und bereits in der 6. Minute die erste Torgelegenheit. Devrilen kam aus 18 Metern frei zum Schuss, zielte aber genau in die Arme von Schlussmann Räuschl. Zehn Minuten später hatte Geber die Gästeführung auf dem Fuß, als er alleine auf den Torhüter zulief. Statt selbst abzuschließen wollte er den mitgelaufenen Klahn anspielen, aber ein TSV-Spieler fälschte den Ball ab. Fast im Gegenzug fiel die Führung der Heimelf: Koppmann ließ Doblinger zu viel Platz, dieser flankte flach ins Zentrum und fand seinen Sturmkollegen Folger, der nur noch einschieben musste.

Die Rösch-Elf ließ sich durch den Rückstand nicht beeindrucken und spielte weiterhin forsch mit. Kurz vor der Pause wurde sie dann doch noch für den Aufwand belohnt, Geber fasste sich ein Herz und schlenzte den Ball aus 20 Meter unhaltbar ins linke untere Eck zum verdienten Ausgleich. Beide Teams mussten zur Halbzeit wechseln: der Abbacher Torschütze Folger war verletzt, der Etzenrichter Abräumer Helmut Jurek nach einer zu Unrecht gegebenen Gelbe Karte in Gefahr eines Platzverweises.

Der eingewechselte Andreas Weihermüller war es, der die größte Torchance der Gäste einleitete. In der 55. Minute spielte er Klahn mit einem Traumpass frei, dieser lief alleine auf den Keeper zu und zögerte aber dann zu lange. Nun begann die Partie immer hektischer zu werden. Der Heimelf wurden immer wieder zum Großteil zweifelhafte Freistöße zugesprochen. Etzenricht fehlte es jetzt an offensiver Entlastung. Jeder Ball kam postwendend zurück. So war es eine Frage der Zeit, bis es im von Heisig gut gehüteten Etzenrichter Tor einschlug. In der 78.Minute ließ sich Weihermüller von Sigl an der Auslinie düpieren, beim Pass auf den kurzen Pfosten schaltete Wazlawik am schnellsten und ließ Heisig keine Chance.

Die Etzenrichter setzten nun alles auf eine Karte und versuchten, mit der Brechstange zum Ausgleich zu kommen. Es fehlte allerdings vorne die Durchschlagskraft. Die Wagner-Elf verdiente sich den Heimerfolg aufgrund einer besseren zweiten Hälfte. Etzenrichts sportlicher Leiter Markus Hofbauer reagierte sauer auf die Schiedsrichterleistung: "Leider hat sich der Schiedsrichter von der Trainerbank des TSV beeinflussen lassen. Wir konnten keinen Zweikampf bestreiten, ohne ein Foul gegen uns zu bekommen. Aber wir haben es auch versäumt, unsere Chancen zu nutzen. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen."

TSV Bad Abbach: Räuschl, Schlagbauer, Bartlick, Schröppel, Wazlawik (81. Scheuerer), Folger (46. Dimespyra), Eller, Haltmayer, Doblinger, Sigl (88. Hupfloher), Sisko

SV Etzenricht: Heisig, Koppmann, Nürnberger (78. Dietl), König, Paulus, Jurek (46. Weihermüller), Herrmann, Geber, Pötzl, Klahn, I. Devrilen

Tore: 1:0 (22.) Florian Folger, 1:1 (42.) Maximilian Geber, 2:1 (74.) Urban Wazlawik - SR: Lukas Trägner (Marklkofen) - Zuschauer: 110
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