26.10.2017 - 20:26 Uhr
EtzenrichtSport

Sportverein Etzenricht setzt weiter auf Spielgemeinschaften Live-Ticker in Landesliga Pflicht

Der Landesligist Etzenricht setzt weiter auf Spielgemeinschaften. Abteilungsleiter Manfred Herrmann hält sie angesichts der gesunkenen Geburtenraten für richtungsweisend.

Der neue Vorstand und Gäste des SV Etzenricht: (vorne, von links): Kassier Fritz Beutner, Vize-Abteilungsleiter Alexander Greitzke, Abteilungsleiter Manfred Herrmann, Jugendleiter Joachim Borchert, Schriftführer Thomas Kern. Hinten, von links: Vorsitzender des Hauptvereins Martin Auschner, Ausschussmitglieder Andreas Schmid, Michael Schmid, Eduard Lindner, Marco Liebeskind, Josef Wexlberger und zweiter Bürgermeister Hans Beutner. Bild: fsb
von Redaktion OnetzProfil

In einer harmonisch verlaufenden Jahreshauptversammlung der Abteilung Fußball im vollbesetzten Sportheim präsentierte sich der Sportverein als Gemeinschaft, die für die Anforderungen der Zukunft die Weichen gestellt hat.

Abteilungsleiter Herrmann blickte in Anwesenheit vieler junger Teilnehmer und Aktiver sowie von Jörg und Sabine Petersen vom befreundeten FC Arminia Tegel auf die Saison 2016/17 und die aktuelle Saison zurück. Er bezeichnete sowohl den Aufstieg der A-Junioren von der Kreis- in die Bezirksliga als auch die Veranstaltungen zur 90-Jahr-Feier des Vereins als Höhepunkte.

Im enorm wichtigen Juniorenbereich bewährten sich die Spielgemeinschaften mit der TSG Weiherhammer, dem SV Kohlberg und der DJK Weiden. In der neuen Saison kooperiere der SV neben der TSG Weiherhammer mit dem TSV Neunkirchen und bei der zweiten Mannschaft mit dem SC Luhe-Wildenau. Für die jüngsten Spieler sei es wichtig, Spielpraxis zu bekommen und gefördert und gefordert zu werden. In den nächsten Jahren würden nur jene Sportvereine überleben können, die mannschafts- und betreuermäßig gut aufgestellt seien. Durch Spielgemeinschaften kämen neue Fußballer zum Verein, erklärte der Spartenchef.

Kamera läuft mit

Zunehmend ergeben sich durch die Digitalisierung weitreichende Veränderungen im Spielbetrieb. In spätestens zwei Jahren würden sich Passkontrollen der Spieler erübrigen und über EDV erfolgen. Der Live-Ticker sei mittlerweile in der Landesliga Pflicht. Nach einer Testphase in der Bayernliga werde künftig auch in der Landesliga eine Spielkamera installiert werden.

In einer Zeit, in der immer mehr Anforderungen im schulischen und beruflichen Bereich gestellt werden und es viele Alternativen zum Hobby Fußball gebe, sei es für Aktive und Betreuer nicht immer einfach, Sport und Beruf miteinander zu verbinden und den Spielbetrieb leistungsgerecht aufrecht zu erhalten. So galt Herrmanns Dank allen Personen, die sich in vielfältiger Weise für den Sportverein einbringen oder mit Geld- und Sachspenden unterstützen, sowie der Gemeinde.

Für die Kleinsten zog Herrmann ein positives Fazit. Die G-Junioren (Vier- bis Sechsjährige) trainieren eifrig, die F-Junioren (6 bis 8 Jahre) tragen Spiele ohne Wertung aus. Die beiden E-Juniorenteams stünden derzeit an der Spitze oder auf dem dritten Platz, ebenso die D-Junioren und eine C-Juniorenmannschaft. "Wegen Spielermangels muss wohl nach der Winterpause der Betrieb der zweiten C-Junioren eingestellt werden", bedauerte Herrmann.

Bei den B-Junioren berichtete Betreuer Jogi Borchert von einem dritten Platz in der Amberger Gruppe und dem Aufstieg in die neue Kreisklasse, die durch ein Relegationsspiel erhalten wurde. Die in die Bezirksliga aufgestiegenen A-Junioren könnten, so Betreuer Michael Lorenz, erst einen Sieg vermelden, steigerten sich allmählich und beeindruckten durch großen Zusammenhalt.

Für die Frauenmannschaft war der überraschende Aufstieg in die Bezirksliga eine schwierige Angelegenheit, doch umso bewundernswerter sei der Teamgeist der Mädchen nach der Rückkehr in die Kreisliga. Nur Positives wusste Betreuer Alexander Greitzke über die zweite Mannschaft. Die Spielgemeinschaft mit dem SC Luhe-Wildenau, in der beide Vereine gleichberechtigte Partner sind, habe sich bestens bewährt. Die Heimspiele würden abwechselnd in beiden Orten ausgetragen.

Generationswechsel

Betreuer Markus Hofbauer vermeldete, dass in der letzten Saison der Abstieg vermieden werden konnte. Mit einem verjüngten Kader gelang ein grandioser Saisonauftakt, und nach einem Auf und Ab befinde man sich jetzt bei einem momentanen 12. Platz wieder im Abstiegskampf.

Zweiter Abteilungsleiter Greitzke erinnerte an die Vorkommnisse am Wochenende in Windischeschenbach. So etwas dürfe sich in Etzenricht nicht ereignen. "Denn trotz aller Emotionen für den Fußball bleiben Aggressivität und Beleidigungen ausgeschlossen." Abteilungsleiter Herrmann bat, in den nächsten zwei Jahren einen notwendigen Generationswechsel einzuleiten.

Neuwahlen

Die Neuwahlen brachten kaum Veränderungen. Der bisherige Vorstand wurde ohne Gegenstimmen im Amt bestätigt. Abteilungsleiter ist Manfred Herrmann, zweiter Abteilungsleiter Alexander Greitzke. Kassier: Fritz Beutner, Schriftführer: Thomas Kern; Jugendleiter: Joachim Borchert.

Der Ausschuss wurde wegen des Mitgliederzuwachses um eine Person erweitert. Gewählt wurden: Marco Liebeskind, Eduard Lindner, Andreas Schmid, Josef Wexlberger und Michael Schmid (neu). (fsb)

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