SV Etzenricht: Interview mit Trainer Michael Rösch
Ein besonderes Team

Michael Rösch sieht sein Team bestens gerüstet für den Saisonauftakt. Bild: war
Sport
Etzenricht
12.07.2017
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Der SV Etzenricht gehört eigentlich schon zum Inventar der Landesliga Mitte. Am Wochenende geht es wieder los. Zeit, um eine Bilanz der Vorbereitung zu ziehen.

Am Wochenende beginnt für den SV Etzenricht die inzwischen 12. Landesligasaison mit einer englischen Woche. Am Samstag gastiert um 16 Uhr der wiederum hochgehandelte TSV Bad Abbach, eine Woche später Bayernliga-Absteiger TSV Bogen, dazwischen (Mittwoch, 19. Juli) steht eine Kurzreise zum Nordderby beim SC Ettmannsdorf bevor.

Drei knappen 0:1-Niederlagen gegen die DJK Ammerthal, den TSV Detag Wernberg und dem SC Feucht folgten in der Vorbereitung klare Siege: 4:0 zuletzt gegen den SV Mitterteich (Landesliga), 5:0 gegen die SpVgg Vohenstrauß (Bezirksliga) und 6:0 gegen die DJK Irchenrieth (Kreisliga). Für Trainer Michael Rösch ist die Zeit des Experimentierens vorbei.

Herr Rösch, die Pause war kurz, am 20. Mai war der letzte Spieltag, 4 Wochen später Trainingsauftakt und das erste Testspiel. Welches Fazit der Vorbereitung ziehen Sie?

Michael Rösch: Mit der Vorbereitung bin ich durchaus zufrieden, auch wenn wir in der letzten Woche etwas mit Verletzungspech zu kämpfen hatten. Wir haben viel Wert auf taktische Elemente sowie auf das Spiel mit dem Ball gelegt. Hier hatten wir zum Ende der letzten Saison definitiv Nachholbedarf. Die Jungs haben allesamt sehr gut mitgezogen. Jeder ist fleißig, will den nächsten Schritt machen, jeder ist bestrebt, sich weiter entwickeln. Das macht unser Team zu etwas ganz besonderem. Sportlich und vor allem auch charakterlich haben wir eine richtig gute Truppe. Klar, die Pause im Sommer ist kurz, aber das hat den Vorteil, dass du sofort mit fußballspezifischen Elementen anfangen kannst. Wir sind auf einem guten Weg, aber die ersten Spiele werden dann erst zeigen, wohin die Richtung geht.

Mit Klaus Herrmann, Andreas Schimmerer und Marco Lorenz sind Leitfiguren weg, dazu Uli Herrmann. Wie ist Ihr Eindruck von den Neuzugängen?

Mit den genannten Personen haben wir wichtige Stützen aus den vergangenen Jahren verloren. Aber ich bin der Meinung, dass wir die Lücken sehr gut kompensiert haben. Klar, es hat vielleicht die ersten Testspiele gedauert, bis die Abläufe einigermaßen gegriffen haben. Wir haben eine sehr intakte Mannschaft über die letzten Jahre aufgebaut. Wir wussten, dass die Neuzugänge beziehungsweise auch die jungen Spieler aus den eigenen Reihen hier perfekt reinpassen. So hat es wirklich nur ein paar Einheiten gedauert, bis die einzelnen Zahnräder ineinander gegriffen haben. Die Automatismen werden nun von Woche zu Woche besser. Es macht einfach riesigen Spaß, mit den Jungs zu arbeiten. Von den Neuzugängen sind wir absolut überzeugt, alles richtig gute Kicker.

Welche Erwartungen knüpfen sie an Ihre Mannschaft in dieser Landesliga-Serie?

Die Landesliga ist mit den Absteigern aus Bogen und Jahn II beziehungsweise mit dem ambitionierten Aufsteiger Tegernheim vielleicht sogar noch ein Stück weit stärker zu bewerten, als vergangene Saison. Ich denke, von allen Landesligen besitzen wir mit der Staffel Mitte die stärkste Liga. Es gibt ein paar Mannschaften, die sich als Ziel gesetzt haben, oben mitzuspielen. Der Rest muss Woche für Woche versuchen, eine konstante Leistung abzurufen. Wir müssen versuchen, gleich gut in die Saison zu starten. Bis Ende August hast du bereits einen Großteil der Vorrunde gespielt. Das erst gesteckte Ziel ist, die 40-Punkte-Marke zu erreichen. Darauf liegt unser ganzer Fokus und hierfür musst du jede Woche 110 Prozent abrufen, komplett funktionieren und hart arbeiten.

Was soll sich Ihrer Meinung in der Mannschaft verändern?

Taktisch haben wir vom System her etwas geändert. Wollen so flexibler auftreten und uns definitiv im Spiel mit dem Ball verbessern. Es gilt Abläufe beziehungsweise eine Struktur zu finden, mit welcher die Mannschaft sich durch spielerische Elemente Torchancen erarbeitet. Hier sind wir auf einem guten Weg. Wir konnten die letzten drei Testspiele allesamt zu Null gewinnen. Die Jungs sind aber clever genug und können das Ganze richtig einschätzen. Für mich waren es wichtige Erkenntnisse, dass wir das Einstudierte umsetzen und uns eine Vielzahl von Möglichkeiten herausspielen konnten. Im Gegensatz zum letzten Jahr sind wir auch in der Breite besser aufgestellt. Das macht das Arbeiten im Training leichter und bringt mehr Zug rein. Jeder Einzelne profitiert hiervon.

Haben Sie einen oder mehrere Favoriten für die Tabellenspitze?

Favoriten auszumachen ist heuer wirklich extrem schwer. Donaustauf hat sicherlich den Anspruch, aber auch Fortuna Regensburg, Bad Kötzting oder Burglengenfeld werden sicherlich um die ersten Plätze mitspielen. Mit Jahn II muss ebenfalls gerechnet werden. Der ASV Cham will es heuer ebenfalls wissen. Dazu wird es sicher auch die eine oder andere Überraschungsmannschaft geben. Wie man schon merkt, ist es eine sehr starke und extrem gut besetzte Liga. Von daher freuen wir uns alle darauf, dass es endlich losgeht.

Landesliga Mitte1. Spieltag

Donnerstag, 13. Juli, 19 Uhr: Fortuna Regensburg - SC Ettmannsdorf; Freitag, 14. Juli, 19 Uhr: ASV Cham - 1. FC Bad Kötzting; Samstag, 15. Juli, 14 Uhr: TSV Waldkirchen - Sturm Hauzenberg; 15 Uhr: FC Tegernheim - SV Donaustauf; 16 Uhr: SV Etzenricht - TSV Bad Abbach; 17 Uhr: SV Neukirchen b.Hl. Blut - SV Hutthurm; 18 Uhr: TSV Kareth - 1. FC Schwarzenfeld; verlegt: ASV Burglengenfeld - SV Raigering; Jahn Regensburg II - TSV Bogen
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