Kohlberg, Etzenricht und Weiherhammer teilen sich teure Pflichtaufgabe
Gesucht: Baumkontrolleur

Der neue "Siebener": Josef Killermann. Bild: olr
Vermischtes
Etzenricht
17.10.2017
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, Kohlberg und Weiherhammer werden sich in Zukunft einen Baumkontrolleur und einen Straßen- sowie Sport- und Spielplatzkontrolleur teilen. Letzterer soll beispielsweise sicherstellen, dass bei Rutsche oder Wippe keine Schrauben überstehen.

"Der größte Brocken wird allerdings der Baumkontrolleur sein", stellte Bürgermeister Martin Schregelmann bei der Gemeinderatssitzung fest. Dieser soll prüfen, ob alle Bäume im Gemeindegebiet gesund und stabil sind. "Das Ganze dauert dann zwei bis drei Wochen im Frühjahr und Herbst - jeweils für Inspektion und Dokumentation", erklärte der Bürgermeister. Wenn dann ein Ast vom Baum falle, zahle das die Versicherung. Die zukünftigen Kontrolleure müssen eine Schulung durchlaufen und eine Prüfung ablegen. Die Maßnahmen seien schon seit einiger Zeit vorgeschrieben, so der Bürgermeister.

Die Fixkosten betragen für die gesamte Verwaltungsgemeinschaft Weiherhammer einmalig 28 000 bis 29 000 Euro, aufgeteilt auf alle drei Gemeinden. Danach werde jede Ortschaft über die jeweilige Prüf-Zeit abgerechnet. Auf die Gemeinde kommen auch noch der Einsatz von Klär- sowie Wassermeister zu. "Dass wir diese Prüfungen über die Verwaltungsgemeinschaft teilen, ist sinnvoll", stellte Josef Weidensteiner (CSU) fest. Rudolf Teichmann (SPD) schlug aber vor, die Abrechnung über die jeweiligen Einwohnerzahlen zu errechnen: "Es ist völlig logisch, dass wir unseren Anteil zahlen, aber doch kein Drittel." Renate Müller (CSU) stimmte ihm zu: "Die Gerätschaften nutzen sich schließlich dort mehr ab, wo sie öfter im Einsatz sind." Hans Beutner (UPW) monierte das Fehlen eines Kanaldeckels in der Kohlbergstraße. "Einen Kanaldeckel zu klauen, ist ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr", mahnte Schregelmann. Es ginge gar nicht um das Geld für dessen Neuanschaffung, "die Sicherheit der Bürger steht im Vordergrund."

Montage und Lieferung eines neuen Maibaumständers aus Metall vergab der Gemeinderat für 3510 Euro an die Firma Schätzler. Schregelmann freute sich in diesem Zusammenhang über eine Spende des OWV: "Das darf gerne Nachahmer finden. 5000 Euro als Anerkennung für die Heimatpflege."

Eine lange Liste neuer Geräte, Ausrüstung und Bekleidung für die Etzenrichter Feuerwehr bewilligte der Rat: Eine Feuerwehraxt, Ersatzfüllungen der Verbandskästen, Feuerschutzhauben oder neue Überjacken werden beispielsweise dringend benötigt. Den Zuschlag bekam die Firma Ludwig mit dem günstigsten Angebot von 5509 Euro.

Einstimmig durchgewunken wurde der Bauantrag von Magdalena und Uli Hermann. Die beiden dürfen ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage in der Gartenstraße 22 bauen. Apropos Bauen: Im neuen Baugebiet "Am Festplatz" sind noch Baugrundstücke in Erbpacht zu haben. Sowohl Häuslebauer als auch kleinere Gewerbebetriebe können sich hier ansiedeln.

Neuer Feldgeschworener für EtzenrichtJosef Killermann ist neuer Etzenrichter Feldgeschworener. In der Gemeinderatssitzung vereidigte ihn Bürgermeister Martin Schregelmann.

Der 63-jährige Killermann ist oft und gerne draußen unterwegs. Er ist verheiratet und wohnt seit 1985 in Etzenricht. In seiner Freizeit geht er gerne Angeln und ist mit Fahr- oder Motorrad unterwegs.

In seiner Berufszeit war der neue Feldgeschworene als Kfz-Meister bei BMW in Regensburg tätig, ist aber inzwischen in Rente. Killermann selbst kam auf die Gemeinde zu, berichtete Schregelmann. "Es ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, dass man ein solches Ehrenamt übernimmt." Als Feldgeschworener, im Volksmund auch "Siebener" genannt, kümmert sich Killermann unter anderem um die Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen und Flurstücken. (olr)
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