06.03.2018 - 20:00 Uhr
Etzenricht

SV Etzenricht kürt in letzter Minute neuen Vorstand Auflösung abgewendet

"Rettet den Sportverein" heißt der einzige Tagesordnungspunkt der erneuten Jahreshauptversammlung beim SV Etzenricht. Nach zähem Ringen und vielen Gesprächen wird die schlimmste Situation seit Bestehen des Vereins drei Minuten vor Zwölf gemeistert.

Bürgermeister Martin Schregelmann (Zweiter von links) und sein Stellvertreter Hans Beutner (rechts) gratulieren der neuen SV-Führung. Von links: Eduard Lindner, Vorsitzender Manfred Herrmann, Lena Roth, zweiter Vorsitzender Reinhold Herrmann, Monika Waldeck, Reinhold Feldkirchner und Josef Wexlberger. Bild: fsb
von Redaktion OnetzProfil

Der kommissarische Vorsitzende Martin Auschner begrüßte zum zweiten Anlauf im Sportheim 76 Wahlberechtigte, mehr als doppelt so viele Mitglieder wie bei der ersten Jahreshauptversammlung am 28. Januar. Damals war es nicht gelungen, einen neuen Vorstand zu küren. Seit dem hatten der kommissarische Vorstand, dem neben Auschner noch zweite Vorsitzende Sabine Danzer, Kassier Reinhold Feldkirchner und Schriftführerin Sabine Eismann angehörten, Gespräche geführt, um Kandidaten zu finden. Der Wahlausschuss unter Leitung von Bürgermeister Martin Schregelmann sowie seines Stellvertreters Hans Beutner und Roland Schmid appellierte an alle Mitglieder, sich aktiv im Sportverein einzubringen, um eine Vereinsauflösung abzuwenden.

Schregelmann versprach dazu die Hilfe der Gemeinde im Rahmen des Möglichen. Zunächst kamen erneut keine Vorschläge für die Wahl des Vorsitzenden. Dann erklärte Reinhold Herrmann, das Amt des zweiten Vorsitzenden zu übernehmen, wenn zugleich ein jüngeres Mitglied den Vorsitz übernehmen würde. Monika Waldeck, eine junge, engagierte Bürgerin, signalisierte Bereitschaft, nach einer Einarbeitungsphase in einer anderen Funktion in zwei Jahren für das Amt der Vorsitzenden bereitzustehen. Die weiteren Vorgeschlagenen lehnten eine Kandidatur ab: Martin Auschner wollte nicht noch einmal für zwei Jahre den Vorsitz innehaben, Willy Koegst passte aus Altersgründen und Manfred Herrmann ist bereits Spielleiter der Abteilung Fußball. Schregelmann schlug den Mitgliedern daraufhin eine fünfminütige Besinnungspause vor, die sich mit Gesprächen und Diskussionen auf eine halbe Stunde ausdehnte.

Schließlich konnte der Supergau für den Sportverein vermieden werden. Manfred Herrmann rang sich durch und kandidierte für das Amt des Vorsitzenden. Er erhielt 68 Stimmen. Einstimmig erfolgte die Wahl von Reinhold Herrmann zum zweiten Vorsitzenden, der noch einmal auf seine vorherige Anregung eines Generationenwechsels im Vorstand verwies. Ebenso ohne Gegenstimme wurde mit Reinhold Feldkirchner der bisherige Schatzmeister in seinem Amt bestätigt und Monika Waldeck zur Schriftführerin gewählt. Kassenrevisoren sind Willi Mattes und Erich Nickl, technische Leiter Josef Wexlberger und Eduard Lindner, Seniorenbeauftragter Willy Koegst, Frauenbeauftragte Lena Roth und Vereinsehrenamtsbeauftragter Martin Auschner.

Mit den Worten "es ist vollbracht" übergab Schregelmann die Versammlungsleitung an den neuen Vorsitzenden, der die zweistündige Veranstaltung beendete.

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