Vortrag von Dr. Michael Bräutigam bei den BBV-Landfrauen
Ein Schlaf-Tag pro Woche

Dr. Michael Bräutigam referierte über Schlafstörungen. Bild: wlr
Vermischtes
Etzenricht
01.12.2016
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"Schlafstörungen und ihre teilweise überraschenden Behandlungsmöglichkeiten." Das war das Thema eines Vortrags bei den BBV-Landfrauen im Gasthof Riebel. Ortsbäuerin Heidi Waldeck war überwältigt vom Interesse der 30 Besucher aus den Ortsverbänden Etzenricht, Rothenstadt, Moosbürg und Tröglersricht, unter die sich auch einige Männer mischten.

Referent war Dr. Michael Bräutigam, Facharzt für Allgemeinmedizin, Chirotherapie und Naturheilverfahren, aus Pfreimd. Nach der Charakterisierung des gesunden und des gestörten Schlafes fragte er die Zuhörer nach ihren Beschwerden.

"Schlaf ist eine wichtige, sogar teilweise an den Rand gedrängte physiologische Einrichtung", sagte der Arzt. Bräutigam erörterte die Schlafperiodik und erklärte, dass das individuelle Schlafbedürfnis zwischen sechs und neun Stunden liege. Mit einem Schlaf-Tag pro Woche - ohne abendliche Aktivitäten und ohne einen Wecker zu stellen - könnten eventuelle Schlafdefizite auch ausgeglichen und somit zahlreiche Gesundheitsrisiken gemindert werden.

Ein häufiger Grund für Schlafstörungen sei Stress, der körperlich, durch Schlaf bedingte Tätigkeiten (mehrmaliges Aufstehen) oder Wahrnehmungen während des Schlafs wie Kirchenglocken als Ursache haben könne. Auch Alkohol, Nikotin, Koffein und Medikamenteneinnahme können Faktoren für Schlafstörungen sein. Bräutigam klärte genau über die unterschiedlichen Arten der Schlaflosigkeit auf. "Jede zweite Insomnie bleibt unerkannt, Schlaflosigkeit kann chronisch werden", erklärte Bräutigam.

Einige der anwesenden Gäste erkannten ihre Probleme in den Ausführungen des Mediziners wieder und saugten die Tipps auf wie ein Schwamm. Es bedürfe einer umfangreichen "Schlafhygiene", die zum Beispiel vorsieht, nach Mittag kein Koffein mehr zu sich zu nehmen oder abends keinen Alkohol zu trinken, erklärte der Mediziner. Vor dem Schlafengehen eine allmähliche Verringerung geistiger und körperlicher Anstrengungen einzuhalten oder zum Beispiel kein schnurloses Telefon am Bett liegen zu haben, waren weitere Tipps. Dr. Bräutigam sprach auch über Medikamente oder pflanzliche Heilmittel, die gegen Schlafstörungen eingesetzt werden können.

Wichtige Punkte des Vortrags waren auch das "Restless-Legs-Syndrom" und das Schlafapnoe-Syndrom, beides mit Symptomen, Risiken und Diagnostik. Nach etwa 90 Minuten Informationen, hatten die 30 Teilnehmer noch genügend Fragen, die sie in einem persönlichem Gespräch mit dem Mediziner erörterten.

Als kleines Dankeschön für den äußerst interessanten Vortrag, überreichte Heidi Waldeck an Dr. Bräutigam einen Schmankerlkorb mit regionalen Köstlichkeiten.
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