Neue Ortsbäuerinnen
Partnerinnen statt Mägde

Die Ortsbäuerinnen leben bäuerliche Tradition und moderne Entwicklungen vor. Die Landfrauen schenkten bei der Neuwahl Heidi Waldeck (Zweite von rechts), Barbara Scharbauer (Vierte von rechts) und Heidrun Häring (Sechste von rechts) sowie ihren Stellvertreterinnen das Vertrauen. Bild: wlr
Wirtschaft
Etzenricht
19.12.2016
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Die Landfrauen aus Etzenricht, Rothenstadt-Mallersricht und Weiden-Moosbürg wählen im Gasthaus Riebel ihre Ortsbäuerinnen. Dabei setzen sie allerorts auf bewährte Kräfte.

Für Etzenricht steht nach wie vor Heidi Waldeck an der Spitze, als neue Stellvertreterin steht ihr Renate Scharl zur Verfügung, Gerlinde Pröls wurde als Beisitzerin gewählt. Rothenstadt-Mallersricht bestätigte Barbara Scharbauer mit Stellvertreterin Claudia Stark. Die Moosbürgerinnen setzen weiter auf Heidrun Häring und Inge Grünbauer. Die Beisitzerinnen heißen Claudia Weidner und Stephanie Dostler.

Zweiter Bürgermeister Hans Beutner sprach als Bauer zu den Frauen. "Es werden immer weniger Landwirte, und das ist traurig. In 10 bis 15 Jahren sehe ich schwarz. Hoffentlich kommt bald ein Umdenken in der Bevölkerung. Bauernarbeit wird nicht mehr wertgeschätzt." Jeder Bauer müsse versuchen, seine eigene Richtung zu finden, um überleben zu können. Anhand von Äpfeln erklärte er, dass die Werbung viel kaputtmache und der Verbraucher nur noch auf Äußerlichkeiten von Obst und Gemüse wert lege. "Aber es muss mit der Landwirtschaft weitergehen", legte Beutner den Damen ans Herz. Kreisbäuerin Christa Kick erinnerte an das Leben der Landfrauen vor 150 Jahren. Die Frauen seien inzwischen von mitarbeitenden Ehefrauen zu aktiv eingebundenen Partnerinnen auf Augenhöhe geworden, die entscheidenden Anteil am Betriebserfolg hätten. Kick dankte den Ortsbäuerinnen für ihre Bereitschaft, sich wieder zur Wahl zu stellen. "Ihr seid die Repräsentantinnen im Ort, der Berufsstand der Landfrauen muss aushalten und durchhalten. Der Einzelne kann nicht viel bewegen, aber gestärkt durch eine Gruppe wie dem Bauernverband können wir gemeinsam und mit vollem Einsatz für eine lebenswerte Zukunft in unseren Dörfern sorgen."
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