13.03.2018 - 17:14 Uhr
Falkenberg

Ausverkauftes Benefizkonzert zugunsten der Burg Falkenberg Dein Freund und Musiker

Bereits nach wenigen Takten ist klar: Da sind Profis am Werk. Mit einem gut 90-minütigen Konzert begeistert das Polizeiorchester Bayern in der ausverkauften Pankratius-Kirche. Getreu dem Motto "Dein Freund und Helfer" lässt die Polizei den Erlös in Falkenberg.

Johann Mösenbichler ist seit 2006 Chef des Polizeiorchesters München. Der aus Österreich stammende Universitätsprofessor arbeitet an der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz. Für seine Arbeit erhielt er bereits zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Das zu einem Konzertsaal umgestaltete Gotteshaus bildete auch dank seiner Akustik und Atmosphäre einen besonderen Rahmen für ein Erlebnis, an das man in Falkenberg wohl noch lange denkt. Eingeladen hatte "Forum Falkenberg - Freunde der Burg". Der Reinerlös des von Albert Üblacker und Polizeihauptkommissar Hermann Weiß initiierten Benefizkonzerts dient weiteren Revitalisierungsmaßnahmen der Burg Falkenberg.

"Immer für Sie da"

Vorne im Altarraum: 50 uniformierte Berufsmusiker, gekleidet ganz in Blau. Am Dirigentenpult im Frack: Professor Johann Mösenbichler, der keinen Zweifel aufkommen ließ, dass man gerne nach Falkenberg gekommen sei. Seit 2006 ist Mösenbichler Chef des musikalischen Aushängeschilds der Polizei im Freistaat. Angesichts der neuen Uniformen versprach er: "Egal ob in Grün oder in Blau, die Bayerische Polizei wird sich nicht ändern. Sie ist immer für Sie da!" Eröffnet wurde das Konzerterlebnis von Bürgermeister Herbert Bauer und Hermann Weiß. Das Schlusswort war Albert Üblacker vorbehalten.

Bereits der Einzug der sympathischen Musiker, mehr noch die Ouvertüre begeisterte das Publikum. Nach dem "Feierlichen Einzug der Ritter des Johanniterordens" von Richard Strauß folgten die sinfonische Suite "Sankt Michael der Erzengel" von Ottorino Respighi und "Lux Aurumque" (geschrieben von Eric Whitacre). Danach der wohl unbestrittene Höhepunkt: Die Ouvertüre zu "Hänsel und Gretel", beliebtes Werk der Opernliteratur, das schon manchem Musikliebhaber zum Einstieg in die Welt des Musiktheaters verholfen hat. Das im dunklen Wald spielende Märchenstück - ursprünglich entstanden nur für den Familienkreis - gilt als die romantische Märchenoper schlechthin und war auch in Falkenberg ein wohlklingender Ohrenschmaus. In Anlehnung an "Parsifal" von Vorbild Richard Wagner nannte es Komponist Engelbert Humperdinck ein "Kinderstubenweihfestspiel". Das und noch mehr erfuhr man von Peter Seufert, der Klarinette spielte und auch durch das Programm führte.

"Lied ohne Worte", geschrieben von Peter Rudin, folgte. Von drei Solisten - Georg Hiemer und Martin Ehlich (beide Trompete) sowie Christian Fath (Horn) - wurde "Hereafter Calls" vorgestellt. Die Musik aus einer fast anderen Welt, und vom Kirchenschiff und im Chorraum gespielt, erlaubte es innezuhalten. Das Polizeiorchester Bayern war aber noch nicht am Programmende angelangt, auch wenn mit Berlioz' "Symphonie Funébre et Triomphale" bereits der Schluss angekündigt wurde.

Besondere Zugabe

Dirigent Mösenbichler ließ sich nicht lange bitten: "The low arc of the sun" ließ er als Zugabe folgen. Dass eine weitere, ganz besondere folgen sollte, verriet er aber nicht. "Ich bitte Sie, sich von den Plätzen zu erheben", verkündete er, um eine erneute Zugabe nachzuschieben. "Großer Gott wir loben dich" war dann der krönende Abschluss eines Konzerts der "Superlative".

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