20.10.2012 - 00:00 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Eckhard Bodner und Franz X. Scheuerer legen auf Burg Falkenberg den "Oberpfälzer Heimatspiegel ... Die Regionen im Schulterschluss

von Rudolf BarroisProfil

Format und Präsentation haben sich bewährt, der Anspruch ist nach 37 Jahren noch immer der gleiche: Der neue "Oberpfälzer Heimatspiegel", am Donnerstagabend auf Burg Falkenberg (Kreis Tirschenreuth) vorgestellt, hat sich einmal mehr zur Aufgabe gemacht, nördliche, südliche und westliche Oberpfalz in einem Schulterschluss zu verbinden. 55 Autoren fügen dem Kaleidoskop einer faszinierend schönen und geschichtsträchtigen Region in 51 Beiträgen, Bildern und Sprüchen neue Elemente hinzu.

Bollwerk der Oberpfalz

Der Schauplatz ist gut gewählt: Burg Falkenberg, erbaut im Jahr 859, steht für die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Grenzlandes Oberpfalz: Als Teil der Burgenkette an der Handelsverbindung Nürnberg-Prag, als Bollwerk in den Hussitenkriegen, erobert und zerstört im letzten Jahr des Dreißigjährigen Krieges, nach Verfall wiedererbaut von Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg, ist das markante Festungswerk Symbol einer ganzen Region.

Falkenbergs Bürgermeister, der den Mauern auf dem Felsen über der Naab mit 6,5 Millionen Euro Investition neues Leben einhauchen will, gab den Gästen der Buchpräsentation einen professionellen Überblick über die Geschichte der Burg. Schwerpunkt bleibt Falkenberg als Bollwerk des deutschen Widerstandes gegen Hitler, für den von der Schulenburg sein Leben opferte.
Das Bild der Burg schmückt auch die Titelseite des "Heimatspiegels", zum letzten Mal herausgegeben von Dr. Franz X. Scheuerer. Er wird sein Amt als Bezirksheimatpfleger an Dr. Tobias Appl weitergeben. Scheuerer betonte noch einmal, dass es ihm immer darum gegangen sei, die Oberpfalz als Ganzes in ihrer vollen Bedeutung darzustellen. Die Beiträge im Kalender verbinden Heimatverbundenheit mit wissenschaftlicher Sorgfalt: Eine Publikation für das große Publikum, das bisher Unbekanntes aus der Region entdecken kann.

Eckhard Bodner, Verleger und Buchhändler aus Pressath, wollte einmal mehr den Heimatkalender als "Spiegel der ganzen Region" verstanden wissen. Es gibt im Buch laut Bodner keine "austauschbaren Kalendergeschichten": "Die Region wird durch ihre eigenen Autoren repräsentiert und detailreich beschrieben." Geschichtliche Abhandlungen, Fundberichte, faszinierende Entdeckungen in alten Archiven und nicht zuletzt Brauchtum und auch ein Stück Volksfrömmigkeit bekommen ihren Platz.

Auch Jugend ansprechen

Bodner will vor allem auch die Jugend ansprechen. "Ich glaube nicht, dass sie sich nicht für ihre Heimat interessiert - sie hat nur eine andere Beziehung dazu als die Generationen vorher", meinte Bodner. "Mir kommt es auch darauf an, strukturelle Informationsgrenzen zu überwinden und einen Schulterschluss zwischen Nord und Süd herzustellen."

Die Beiträge belegen das sinnfällig. Angereichert mit einem detaillierten Bauernkalender und zahlreichen Sinnsprüchen prominenter Leute erfüllt der "Oberpfälzer Heimatspiegel" alle Aufgaben eines Kalenders für die ganze Familie und ist zugleich eine reiche Informationsquelle.

___

Der "Oberpfälzer Heimatspiegel" ist im Verlag Eckhard Bodner in Pressath erschienen (192 Seiten, 6,95 Euro).

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.bodner.ebuch.de

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.