14.09.2017 - 14:54 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Elisabeth Bauer zeigt einen Teil ihre Werke „Stoi, Wasser, Hulz“ auf Fotopapier gebannt

Ausstellungen während der Falkenberger Kirchweih haben Tradition. Fortgesetzt wird sie wieder mit Fotografien. Elisabeth Bauer hat sie zusammengestellt.

Fotografieren ist mehr als nur aufs Knöpfchen drücken. Elisabeth Bauer (Bild) nimmt sich dafür sehr viel Zeit. „Ich bin gerne in der Natur unterwegs“, erzählte sie beim Rundgang durch die Bilderausstellung. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Im Rathaus möchte die Falkenbergerin ihre Arbeiten vom 16. bis 18. September der Öffentlichkeit präsentieren. Was die Tochter von Hedwig und Herbert Bauer zeigen wird ist mehr als ungewöhnlich. Bewusst hat sich die junge Falkenbergerin für die Natur entschieden, Motive die vom sonst gezeigten abweichen. Dem Besucher erwartet weder die Burg, schon gar nicht bekanntes aus dem Ort oder anderswo. Elisabeth Bauer gewährt Einblicke in faszinierende Strukturen der Natur. "Details, an denen wir meist achtlos vorbeigehen." Der überwiegende Teil entstand in der näheren Umgebung, einiges davon auch auf Sardinien oder auf der grünen Insel Irland. Inspiriert wurde Bauer dabei durch ähnliche Werke ihres Vorbilds: Die vergangenes Jahr verstorbene Fotografin Helga Weichmann-Schaum bildete auch einen besonderen Schwerpunkt ihrer Zulassungsarbeit für ihr Studium zur Pädagogin an der Regensburger Universität im Jahr 2010. Aktuell arbeitet Elisabeth Bauer als Realschullehrerin in Kemnath.

Bereits seit ihrer Kindheit begeistert sich die 27-jährige, die von 2010 bis 2015 auch die Fächer "klassische Kunst" belegte, für das Zeichnen und Malen. "Fotografieren aber war schon immer mein Steckenpferd", ergänzt die Falkenbergerin. Einen richtigen Fotokurs belegte sie nicht. Ihre ersten Gehversuche startete sie mit der analogen Fotoausrüstung von Papa Herbert Bauer, dem Bürgermeister der Falkenberger Marktgemeinde, später mit einer eigenen digitalen Spiegelreflexkamera. "Nun konnte ich mich ausdrücken, genau so wie ich es mir vorstellte", beschreibt sie das plötzliche Gefühl, nicht mehr auf die Bilderanzahl des vorhandenen Films, auch nicht auf den Preis für die Entwicklung schauen zu müssen.

Besondere Objekte rückten in den Mittelpunkt. "Sofort konnte ich mir das Ergebnis anschauen, gegebenenfalls auch am Computer nachbessern", schildert die junge Falkenbergerin ihre künstlerische Arbeit, die sie nicht mehr los ließ. Dazu gehören Motive wie Morgentau, Eis und Schnee. Ebenso auch Wasser, Holz und von der Natur "ästhetische geformte Steingebilde", so Bauer und deren Strukturen. "Stundenlang bewege ich mich draußen in der freien Natur, um Motive auszusuchen und um sie auf die Speicherkarte bannen zu können."

Die Idee für eine Ausstellung wurde bereits im vergangenen Jahr geboren. "Jetzt hat es endlich geklappt", freut sie sich und gesteht, dass sie den Ausstellungsort im Sitzungssaal des Rathauses bewusst auswählte. "Damit die Leute genügend Platz zum Anschauen haben."

Drei Tage geöffnet

Eröffnet wird die Ausstellung im kleinen Rahmen am Freitag, 15. September, um 19 Uhr zusammen mit geladenen Gästen, mit der Familie und Freunden. Für die Bevölkerung geöffnet ist "Stoi, Wasser, Hulz" vom 16. bis 18. September jeweils von 14 bis 18 Uhr im Rathaus am Marktplatz. Der Eintritt ist frei. (wro)

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