29.05.2017 - 20:00 Uhr
FalkenbergOberpfalz

„Forum Falkenberg“ zieht bei Jahreshauptversammlung zufrieden Bilanz Viele fleißige Heinzelmännchen bilden ein erfolgreiches Team

Weit strahlt die Burg Falkenberg als Leuchtturm ins Land hinaus. Doch es gibt auch eine Kehrseite der Medaille. Anwohner leiden mittlerweile unter dem Lärm von Veranstaltungen und klagen über häufig zugeparkte Hofeinfahrten.

Ein offenes Ohr hatten Bürgermeister Herbert Bauer, Gerhard Pöschl und Peter Bork (von links) für die Beschwerden der Anlieger. Bild: wro
von Werner RoblProfil

(wro) Viele erfolgreiche Veranstaltungen haben seit Eröffnung der Burg im November 2015 stattgefunden, weitere sollen folgen. Bei der Jahreshauptversammlung des 228 Mitglieder zählenden Forums Falkenberg im Tagungszentrum blickte Vorsitzender Herbert Bauer zufrieden auf die vergangenen Monate zurück. Die Zusammenarbeit sei gut und fruchtbar. Ernst nehme man aber auch die Sorgen und Anliegen der Anwohner, die vor allem über den Lärm während der Nachtstunden klagten. Nicht nur Autos, auch Busse blockierten die Zufahrten.

Drei große Teilbereiche

Bauer bezeichnete das Forum als "solides Wirtschaftsunternehmen", das sich in drei Teilbereiche untergliedere: Geschäfts-, Zweck- und kulturell-ideeller Betrieb (Museum), deren Erlöse wiederum der Burg zugute kämen. Rund 17 000 Euro habe man in die Ausstattung der Anlage investiert. All dies müsse man erwirtschaften, betonte Vorstandssprecher Gerhard Pöschl. Auch Spenden müssten erst einmal erarbeitet werden. Die regelmäßigen Burgführungen erfreuten sich nach wie vor großer Beliebtheit. "Viele Heinzelmännchen arbeiten zusammen", bilanzierte Pöschl die Arbeit des der vielen Burgführer und Mitarbeiter, die sich stets darum bemühten, Besucher zu informieren und den Andrang in geregelte Bahnen zu lenken.

Verlängert wurde am Abend der Jahreshauptversammlung der bestehende Betreibervertrag mit der Gemeinde. Einstimmig wurde beschlossen, zeitnah einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von rund 26 000 Euro an den Markt zu überweisen. Bauer meinte, dass dies den Haushalt der Kommune spürbar entlaste.

Arbeit im Museum

Reinhard Schabl beleuchtete die Arbeit des Arbeitskreises für das Museum, das dazu beitrage, dass die Burg ein Besuchermagnet ist. Davon profitierten auch die Geschäfte und die Gastronomie. Zudem verwies er auf die Verbindungen zu wissenschaftlichen Stellen, die aufgebaut oder gepflegt werden. Im Rahmen der Markterhebung sei mit Adalbert Busl ein Vortrag zum Thema "Brau- und Marktrecht in Falkenberg" geplant.

Peter Bork forderte die Mitglieder dazu auf, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen. Mit einer Spülanlage sei die Burgeinrichtung sinnvoll ergänzt worden. Schautafeln sollten zwischen Tagungszentrum und Burg in Kürze auf besondere Ereignisse hinweisen. In Planung sei auch eine Toilettenanlage unweit des neuen Wochenend-Biergartens. Die Kosten für die sanitären Einrichtungen bezifferte Bork auf rund 20 000 Euro. Zudem solle zeitnah eine Sanierung des Treppenaufgangs erfolgen. Burgmanagerin Teresa Fischer wies auf die neue Möglichkeit hin, Zimmer via Internet online zu reservieren.

Von Samba Brasil bis Weihnachtsmarkt

Veranstaltungsleiter Peter Busche informierte, dass elf Termine für 2017 bereits fest eingeplant sind. Der Sprecher verwies dabei unter anderem auf den Burgensonntag, eine "Brasilianische Nacht" mit Sambatänzerinnen (Freitag, 7. Juli), eine "Klassische Matinee" (Sonntag, 6. August) sowie eine Märchenlesung mit Agnes O. Eisenreich (noch kein Termin).

Wiederholt werde der von den Besuchern und Ausstellern viel gelobte Kunsthandwerkliche Adventsmarkt im Dezember. Erneut ins Programm aufgenommen wird eine Gedenkveranstaltung zum Todestag des Grafen von der Schulenburg mit Thomas Muggenthaler und Dr. Jörg Skriebeleit. Mit "staaden Weisen" soll das Jahr besinnlich ausklingen.

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