13.12.2017 - 20:00 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Innehalten mit der "Saitenmusik Neualbenreuth" Auszeit mit staaden Weisen

Die "staade Zeit" kurz vor Weihnachten verläuft zumeist alles andere als still. Auf Burg Falkenberg bot die "Saitenmusik Neualbenreuth" Musikfreunden die Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen. Sie mussten sich einfach nur die Mühe machen, rechtzeitig zur Burg zu kommen und dort ein paar Holztreppen hinaufzusteigen. Das Ziel des wenig beschwerlichen Fußmarsches war der dezent, aber nicht minder stimmungsvoll beleuchtete Kapitelsaal. Das Interesse an der Veranstaltung war groß, weshalb es nicht ganz einfach war, einen freien Stuhl zu ergattern.

Mit ihren adventlichen Musik- und Wortbeiträgen ermöglichten Barbara Kleber, Stephanie Schicker, Regina Frank und Franz Heinrich (von links) ihren Zuhörern eine willkommene Auszeit. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Auf Einladung des Forums Falkenberg gab die "Saitenmusik Neualbenreuth" ein Adventskonzert mit "staaden Weisen". In Aktion traten Barbara Kleber mit ihrer Geige, Regina Frank an der Zither und Franz Heinrich mit seinem großen Kontrabassinstrument. Mit ihrer Gitarre und besinnlichen Wortbeiträgen aus dem Repertoire von Helmut Zöpfl wartete dazu Stephanie Schicker auf. Über eine Stunde lang unterhielt das Quartett in angenehmer Atmosphäre sein Publikum. Zu hören waren etwa das Lied "Die eilenden Hirten" und der "Barbaralandler". Zum Nachdenken regten Weisen wie etwa "Zweistöckl" genauso an wie das Stück "Eisbleamln" aus der Komponistenfeder von Manfred Wörnle. Während draußen der kalte Schnee leise herabfiel, war es im Kapitelsaal wohlig warm. Der durch die Fenster sichtbare Turm der erleuchteten Sankt Pankratiuskirche und der Glockenschlag zu jeder Viertelstunde hatten auch einen kleinen Anteil daran, dass die Konzertbesucher Momente der Entspannung und Ruhe inmitten einer hektischen Zeit genießen konnten. Den Abschluss bildete, neben den gewünschten Zugaben, der gemeinsam mit dem Publikum gesungene "Andachtsjodler".

Barbara Kleber, Regina Franz, Stephanie Schicker und Franz Heinrich lernten sich in unterschiedlichen klassischen Projekten kennen und musizieren nun schon seit sieben Jahren in der Formation "Saitenmusik Neualbenreuth" zusammen. Neben Volksmusikstücken aus dem alpenländischen Raum finden sich in ihrem Repertoire auch Werke aus dem Egerland und der nördlichen Oberpfalz. Neben dem instrumentalen Zusammenspiel pflegen sie auch den Dreigesang. Die vier Musikanten sind bei verschiedensten Anlässen nicht nur in der Oberpfalz, sondern auch in Franken und sogar in Tschechien zu hören. Vor vier Jahren erhielt die "Saitenmusik Neualbenreuth" den Volksmusik-Wanderpreis "Zwieseler Fink".

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