Kreisverband "Bündnis 90/ Die Grünen" tagt in Falkenberg
Grüne spüren Rückenwind

Heidrun Schelzke-Deubzer (Vierte von links) ist weiter Vorsitzende des Kreisverbands der Grünen. Die Aufgaben der Schriftführerin übernimmt Anna Toman (Zweite von links). Wiedergewählt wurde als Kassier Markus Möllmann (Vierter von rechts). MdB Stefan Schmidt (Fünfter von rechts) gratulierte den Gewählten. Bild: wro
Politik
Falkenberg
02.11.2017
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Die Grünen im Landkreis blicken zuversichtlich nach vorn und nach Berlin. Obwohl die Bilanzen in der Jahreshauptversammlung sehr gut ausfallen, gibt es auch Themen, bei denen fast gar nichts vorangeht.

Diskussionsfreudig und dynamisch präsentierten sich die Landkreis-Grünen in der Jahreshauptversammlung im "Roten Ochsen", Ehrengast war der frisch in den Bundestag gewählte Abgeordnete von Die Grünen/Bündnis 90, Stefan Schmidt, der Falkenberg zum ersten Mal besuchte.

Als Vorsitzende erhielt wieder die Kemnatherin Heidrun Schelzke-Deubzer das Vertrauen. Ihr zur Seite steht Fabian Neuser aus Neusorg, der an diesem Abend verhindert war und in Abwesenheit gewählt wurde. Markus Möllmann aus Kemnath wird die Finanzen auch in den kommenden zwei Jahren verwalten. Neu ins Amt berufen wurde als Schriftführerin Anna Toman aus Bärnau. Sie tritt die Nachfolge von Ute Döhler an. Beisitzer im Kreisvorstand sindLisa Rau, Katharina Hage, Christine Schubert, Angela Ziegler, Stefan Zaus, Werner Schubert und Douglas Trueman. Gewählt wurden auch die Delegierten und deren Stellvertreter. "Wir haben wieder einen Vorstand, mit dem sich gut arbeiten lässt", freute sich der Regensburger MdB und Wahlleiter Stefan Schmidt über die reibungslose Neubesetzung.

Vieles von dem, was man sich vorgenommen habe, sei erreicht worden, meinte Vorsitzende Heidrun Schelzke-Deubzer. Nichts voran gehe bei der Windkraft in der Region. Das Thema sei tot, damit müsse man sich abfinden, bedauerte sie. Deutlich Luft nach oben gebe es beim sozialen Wohnungsbau. Eine Angelegenheit, die der Partei sehr am Herzen liege. Stolz sei man auf das Resultat bei den Bundestagswahlen und das erfreuliche Abschneiden des Hoffnungsträgers Mathias Schüßler. Er habe ein ordentliches Ergebnis erreicht. Damit habe der 18-jährige Tirschenreuther gezeigt, dass auch junge Kandidaten Chancen hätten.

Mit dem Regensburger Stefan Schmidt werde der ländliche Raum gut vertreten, freute sich die Sprecherin über den Einzug eines Oberpfälzers in den Bundestag. Von besonderem Interesse seien die Idee "Öko-Modellregion Steinwald" und die Arbeit des Bio-Landwirtes Josef Schmidt in Grenzmühle bei Friedenfels. Die Zusammenarbeit mit den Bayreuther Kollegen bewertete sie als positiv. "Wir müssen hier Synergieeffekte nutzen", betonte sie.

Mit Veranstaltungen, Festen, Besichtigungen, darunter auch die Windräder bei Bärnau, und Ausflügen seien die Landkreis-Grünen auch in der Öffentlichkeit präsent gewesen. Claudia Roth habe zudem das "Familienzentrum Mittendrin" in Kemnath besucht. "In einer Teamleistung wurden Wahlplakate geklebt", lobte die Sprecherin. Die Grünen seien an einer Grenze angekommen. "Mehr können wir fast nicht leisten." Sie bat die Mitglieder, sich in die Teamarbeit einzubringen und ließ aber auch durchblicken, dass es noch manche Baustelle gebe.

Einen Einblick in die zu erwartenden Aufgaben im Bundestag gab MdB Schmidt. "Wir hatten einen echt guten Wahlkampf", blickte er zurück. Das Ergebnis zeige, dass die Arbeit ankomme. Er fühle sich für seine Heimat Oberpfalz, die deutlich zulegen konnte, zuständig und freue sich auf die Arbeit. Das Büro in Berlin sei inzwischen bezogen.

"Ich durfte bereits Gespräche mit Kollegen, auch aus anderen Fraktionen, führen. Die Arbeit stellt eine Herausforderung dar", meinte er. Aber man sei gut aufgestellt. "Wir brauchen Projekte, die wir gemeinsam umsetzen können", erklärte Schmidt. Angesprochen auf die Regierungsbildung sagte er: "Es gibt Schnittmengen. Das wird noch eine spannende Zeit." Aber man müsse weiter aufeinander zugehen.
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