27.12.2017 - 20:00 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Rück- und Ausblick im Falkenberger Marktgemeinerat Mit Mut und Elan in die Zukunft

Einstimmig bringt der Falkenberger Marktgemeinderat die Neufassung des Burg-Betreibervertrages auf den Weg. Kernpunkt sind die Pachtgebühren.

"Viele Investitionen stehen noch auf dem Programm", betonte CSU-Sprecher Matthias Grundler. Mit der Wasserversorgung (im Bild das Wasserwerk der Gemeinde) wird sich der Marktrat Falkenberg in den kommenden Monaten besonders befassen müssen. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Das Gremium folgte der Bitte von "Forum Falkenberg - Freunde der Burg" die derzeitige Pachtsumme (monatlich 1000 Euro) bis Ende kommenden Jahres einzufrieren. Dieses Anliegen unterstützte zweiter Bürgermeister Bernhard Schuller. Man sei noch in der Anfangsphase, begründete er seine Empfehlung, dem Antrag zuzustimmen. Derzeit werde mit dem Landratsamt die Lärmschutzregelung an der Burganlage abgestimmt, informierte Bürgermeister Herbert Bauer nach der Abstimmung. Ein Ergebnis konnte er noch nicht vorlegen.

Die letzte Sitzung in diesem Jahr nahm Bürgermeister Herbert Bauer zum Anlass, auf das Erreichte zurückzublicken. "Das Jahr war ziemlich anstrengend", resümierte Bauer. "Riesige Brocken liegen noch vor uns." Ungelöst sei das Wasser- beziehungsweise Leitungsproblem. Zeitnah müsse man sich auch mit der Maßnahme Tirschenreuther Straße befassen. Dankeschön sagte Herbert Bauer an die örtliche Feuerwehr für die Umsetzung der Arbeiten am Gerätehaus. "Gehen wir mit Elan in die nächste Sitzung", empfahl er und fügte hinzu: "Ich bitte künftig um geschlossene Teilnahme der Markträte bei öffentlichen Veranstaltungen."

CSU-Fraktionssprecher Matthias Grundler bedankte sich für das stets konstruktive Miteinander im Gemeinderat. "Das Jahr war geprägt von Erfolgen und Herausforderungen." In die Gänge gekommen sei der Breitbandausbau. Noch nicht in Betrieb sei das Bayern-WLAN, was Grundler sehr bedauerte. "Zur Burg kann man eine Menge sagen", dankte er auch den ehrenamtlich tätigen Burgfreunden für die Betreuung bei Veranstaltungen und für die Vielzahl an Burgführungen während des zurückliegenden Jahres. "Das Jahresprogramm für 2018 steht", erinnerte Grundler an die abgeschlossenen Terminplanungen. Anerkennung zeigte der Sprecher für das solide Wirtschaften im zurückliegenden Jahr. Priorität habe das gute Miteinander im Ort, ebenso auch das mit den Nachbarn der Burg, hob der Sprecher mit Nachdruck hervor. An anderer Stelle sagte er: "Viele Investitionen stehen noch auf dem Programm." Stichwort Gleichstromtrasse: Die Hausaufgaben habe man gemacht. "Falkenberg wird keine böse Überraschung erleben", fügte er auch zum Thema Ostbayernring hinzu. "Leider blieben wir vom Geldsegen unberührt", bedauerte er den ablehnenden Bescheid in Sachen Stabilisierungshilfe. Zum Thema Wasserversorgung merkte er an: "Es gilt, die Weichen zu stellen." Weitere Projekte werde man anstoßen, versprach Matthias Grundler in Bezug auf die Sanierung des Graf-Schulenburg-Weges. "Schauen wir mal, was aus dem Zoigldenkmal wird", erinnerte er abschließend an die Debatte zu Beginn des Jahres.

Dank an Helfer

Die Bauphase des "Falkenberger Jahrhundertprojektes Burg", so UBF-Fraktionssprecher Peter Bork, sei abgeschlossen. "Dennoch gibt es immer wieder das eine oder andere nachzubessern", erinnerte er unter anderem an den Einbau einer automatischen Schließanlage beim Eingang an der Schwaige. Eine positive Bilanz zog Bork zum Burgbetrieb. "Das ist hauptsächlich den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern zu verdanken", lobte er das Engagement seitens der Helfer, die regelmäßig für "ihre" Burg die Freizeit opfern.

Peter Bork fragte: "Was erwartet uns 2018?" Wünschenswert wäre der Abschluss der Breitbandversorgung. Die Fortführung des Städtebauförderprogramms mit den Projekten Graf-Schulenburg-Weg, ebenso der Aufgang zur Burg müsse unbedingt angegangen werden. Dringend erforderlich sei die Errichtung sanitärer Anlagen beim Burghof. "Wir sollten aber auch im Zuge der Förderoffensive Nordostbayern die sogenannten Leerstände im Ort in den Griff bekommen. Wörtlich sagte Bork: "Wir müssen jungen Mitbürgern finanzielle Anreize bieten, sich solcher Immobilien anzunehmen und der Abwanderung aus unserer Heimat Paroli bieten." Peter Bork forderte den Rückbau des gemeindlichen Anwesens an der Tirschenreuther Straße, ebenso auch den Abbruch des sogenannten Kleberkellers in der Schwaige. "Die Sanierung und Modernisierung wird uns noch viel Kopfschmerzen bereiten", verwies er auf das Problem Wasserversorgung.

Leider blieben wir vom Geldsegen unberührt.Matthias Grundler (CSU)

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