12.11.2017 - 20:00 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Tafel-Vorsitzende bittet um Unterstützung für den Kauf einer Verpackungsmaschine Rück- und Ausblicke beim Treffen der AsF Kreisvorstandschaft

Die "sozialdemokratischen Frauen" wollen Zeichen setzen. Und bauen dabei auf Friederike Sonnemann und Brigitte Scharf.

Nicole Fürst (links), Vorsitzende der "Mitterteicher Tafel", hat einen ganz besonderen Weihnachtswunsch: "Wir benötigen ein Vakuumiergerät für die hygienische Verpackung der Lebensmittel. Spenden an die "Mitterteicher Tafel" seien herzlich willkommen, fügte sie hinzu. Bild: wro
von Werner RoblProfil

Der Kreisvorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AsF) freut sich über die Nominierungen Friederike Sonnemanns zur Landtags- und Brigitte Scharfs, die als Bezirkstags-Kandidatin bei den nächsten Wahlen für den Stimmkreis 307 ins Rennen geschickt werden. Dies machten die ASF-Frauen bei ihrem Treffen im Falkenberger "Hutzacáfe" deutlich. Den Tagungsort nahe der Burg habe man bewusst gewählt, betonte Vorsitzende Christine Trenner, die zugleich bedauerte, in Falkenberg, "in einer Hochburg der Christsozialen", so gut wie nicht mehr präsent zu sein.

Die AsF wolle mit dem Treffen auch ein Zeichen setzen, sagte sie. Zentrale Punkte der Zusammenkunft waren der Rückblick auf die Bundestagswahl, aber auch die Planung künftiger Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft.

Gegen Niedriglohn-Praxis

"Unsere Präsenz in der Öffentlichkeit muss weiter gestärkt werden", mahnte die Sprecherin, die im Verlauf ihrer Begrüßung keinen Hehl daraus machte, dass man von den jüngsten Wahlergebnissen enttäuscht sei. "Die SPD hat ihre Konsequenzen gezogen", kommentierte sie den Rückzug der Partei aus der Regierung. Wichtig sei eine Erneuerung, mahnte Trenner. Ebenso verteidigte sie die Arbeit von Martin Schulz. Er spreche die Sprache der "kleinen Leute". An anderer Stelle warnte die Vorsitzende davor, einer Partei wie der AfD Plattformen zu bieten. Mit geschürten Ängsten könne man keine stabile Politik machen. "Die künftigen Regierungsparteien sind jetzt gefordert", fügte die stellvertretende Vorsitzende Edeltraud Frank hinzu.

Überdenken müsse man auch die Abschiebepraxis bei Asylbewerbern, die ihr Bleiberecht verwirkt haben. Das habe nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, verwahrte man sich vor Angriffen. Gegenstand der Debatte war auch die "preiswerte" Beschäftigung von Arbeitskräften, insbesondere aus dem Osten Europas. Die AsF verurteilt die Niedriglohn-Praxis um hohe Gewinne zu erwirtschaften. Bereits jetzt werfen die Landtags- bzw. Bezirkstagswahlen ihre Schatten voraus. Die AsF ließ keine Zweifel aufkommen, dass Friederike Sonnemann und Brigitte Scharf auf die Unterstützung bauen können. Schwerpunkte geplanter Aktivitäten werde man in den kommenden Tagen festlegen. "Wir wollen mit besonderen Aktionen auch das Bewusstsein für die Lebensmittel stärken", war weiter zu hören. Vorgeschlagen wurden unter anderem ein "gesundes Frühstück". Gute Gelegenheit, die Arbeit der AsF vorzustellen sei das Benefiz-Kaffeekranzl, das in Tirschenreuth am 27. Januar im Gasthof "Zur Alm" stattfinden wird. Der Reinerlös sei für eine soziale Einrichtung in der Region bestimmt.

Tafel bittet um Spenden

"Ich habe einen besonderen Wunsch", wandte sich Nicole Fürst an Ende der Veranstaltung an die Anwesenden. "Die "Mitterteicher Tafel" benötigt dringend ein Vakuumiergerät", fügte die Tafel-Vorsitzende hinzu und bat um Unterstützung beim Ankauf der rund 1200 Euro teuren Verpackungsmaschine. Spenden können in Kürze auch über das "Crowdfunding" der Sparkasse eingezahlt werden.

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